Vipers eliminieren auch Sarnen

Peter Gasser Herren 1

Der Erstligist Vipers InnerSchwyz landete gegen das NLB-Spitzenteam Ad Astra Sarnen einen überraschenden Coup und steht verdient in den Cup-Achtelsfinals.

Sarnens Assistenztrainer Philipp Giesser zeigte sich nach Spielschluss relativ gefasst: „Die Vipers haben heute vieles richtig gemacht, wir einiges falsch. So wird die Differenz zwischen einem B-Ligisten und einem starken Erstliga-Team relativ schnell sehr klein.“ Auf der anderen Seite strich Siegtorschütze Michael Hediger die starke Teamleistung hervor: „Das war heute wohl unsere taktisch disziplinierteste Leistungen überhaupt und ich finde, wir haben verdient gewonnen.“

Routinier Hediger als Matchwinner

Im ersten Drittel bekundeten die Vipers noch etwas Mühe mit dem höheren Tempo der favorisierten Sarner. Torhüter Anderegg war aber ein sicherer Rückhalt und musste sich einzig in der zwölften Minute bezwingen lassen, als der hinterste Verteidiger der Vipers den Ball verlor und zwei Sarner alleine auf Anderegg losziehen konnten. Gemessen an der Chancenverteilung war der Ausgleichstreffer durch Smida in der letzten Minute des Startdrittels eher schmeichelhaft. Im Mittelabschnitt hatten die Schwyzer Sarnen mehrheitlich im Griff und konnten sich vermehrt auch offensiv in Szene setzen. Am Spielstand änderte sich aber in den zweiten 20 Minuten nichts. Im Schlussabschnitt erhöhte Sarnen nochmals das Tempo, doch just in dieser Druckphase entwischte Aeschbacher und sorgte abgeklärt für die erstmalige Vipers-Führung. Auch in der Folge erspielte sich der Aussenseiter die klareren Torchancen, verpasste es aber die Entscheidung herbeizuführen. So konnte der Finne Tatu Eronen mit einer Doublete in der 50. und 56. Minute die Gäste wieder in Front bringen. Die aufopfernd kämpfenden Innerschwyzer steckten aber nicht auf und kamen durch Silvan Heinzer in der Schlussminute zum verdienten Ausgleichstreffer. In der Verlängerung kämpften beide Teams mit offenem Visier und bereits in der zweiten Minute fiel die Entscheidung: Smidas Schuss wurde zur idealen Vorlage für Routinier Michael Hediger, welcher den Ball zum umjubelten Siegtreffer in die Maschen setzte. Auf wen die Vipers in den Achtelsfinals treffen ist noch nicht bekannt. Die Auslosung findet nach dem nächsten Wochenende statt, wenn auch alle anderen Partien der 1/16-Finals ausgetragen worden sind. Nachdem die Schwyzer zwei NLB-Teams ausgeschaltet haben, wünscht man sich bei den Vipers nun einen „ganz grossen“ von der NLA-Spitze.

Telegramm:

VIPERS InnerSchwyz – Ad Astra Sarnen 4:3 n.V. (1:1/0:0/2:2/1:0)
Cupspiel 11.09.2016
MZG Rothenthurm – 110 Zuschauer
SR: Schoch/Kaiser

Tore: 12. Ming (von Rotz) 0:1, 20. Smida (Hediger) 1:1, 46. Aeschbacher (Hediger) 2:1, 50. Eronen (Amstutz) 2:2, 56. Eronen (Ming) 2:3, 60. (59.08) Heinzer (Schuler) 3:3, 62. Hediger (Smida) 4:3
Strafen: je 1mal 2 Min.
Aufstellung VIPERS: Anderegg; Purtschert, Beeler, Amacher, Koller, Lüönd; Auf der Maur, Kryenbühl, Smida, Hediger, Heinzer; Winet, Regli, Schuler, Bachmann, Huser; Aeschbacher
Aufstellung Gegner: Britschgi; Läubli, Kramelhofer; Markström, Reber; Cornel von Wyl, Vaicis; Abegg, Jonas von Wyl, Roman Schöni; Amstutz, Ming, Kronenberg; Basil von Wyl, von Rotz, Eronen
Bemerkungen: Vipers ohne Horath, Gerber (beide Ersatz), Föhn, Forster, Trutmann, Jurcik, Ott (alle verletzt oder abwesend). Sarnen ohne Amrein, Dubacher, Suter, Marco Schöni, Gnos Bitterli (alle Ersatz), Berchtold Haas und Höltschi. Best Players Hediger (Vipers) und Eronen (Sarnen). Schussverhältnis 20:24. 1/8-Finalpaarungen werden ausgelost.