Punkt- und torloser Sonntag fürs Zwei

Stefan Fassbind Herren 2

Die zweite Mannschaft der Vipers musste auch in der zweiten Meisterschaftsrunde die Rückreise ohne Punkte antreten. Gegen den UHC Wildcats Schiers setzte es 0:3-Niederlage ab. Damit haben die Vipers weiterhin die ungeliebte rote Laterne inne.

Nach der 6:9-Schlappe der ersten Meisterschaftsrunde reisten die Mannen von Spielertrainer am vergangenen Sonntag ins Glarnerland. Für «en Kafi am Pistenrand, mit Fründe im Glarnerland», wie es im Hit von Schlagerikone Vreni Schneider heisst, blieb jedoch freilich keine Zeit, stand doch das zweite Meisterschaftsspiel gegen die Wildcats aus Schiers auf dem Programm. Somit blieben die Kaffe Schnaps, welche sich einige Vipers-Akteure in der Nacht auf Sonntag an der Schwyzer Chilbi gönnten, die vorläufig letzten Kaffees. Insgesamt muss aber erwähnt werden, dass die grossen Exzesse an der Schwyzer Chilbi erstaunlicherweise grösstenteils ausblieben. Kleinere Ausnahmen bestätigen aber bekannterweise die Regel, so stieg Neuzugang Martin Gwerder mit relativ kleinen Augen und leicht schmerzendem Kopf das Seebner-Auto mit dem frisch rasierten Steuermann Patrick Gschwind.

Wenig Torchancen im Startdrittel

Mit den Erinnerungen an den völlig verpatzten Spiel Start im ersten Saisonspiel, als sich die Vipers nach 4 Minuten bereits 4 Gegentore eingefangen haben, stiegen die Ballartisten aus der Innerschwyz diesmal vorsichtiger in die Partie. In der Defensive agierten die Talkessler diesmal solider, in der Offensive wollte indes noch nicht viel gelingen. Die Wildcats präsentierten sich in der Startphase Grossteils auch noch als zahme Stubenkatzen, fuhren bei Ballverlusten jedoch ihre Krallen aus und waren bei Kontern stets gefährlich. Eben ein solcher Konter führte nach einem Ballverlust dann bezeichnenderweise auch zum 0:1 für Schiers. Mit diesem Resultat verabschiedeten sich die beiden Mannschaften dann in die Garderoben. Vor allem Offensiv hatten die Vipers noch grosses Steigerungspotenzial.

Offensiv weiterhin erschreckend harmlos

Leider strahlten die Innerschwyzer aber auch im zweiten Drittel nicht viel mehr Torgefahr aus. Sie bekundeten auf dem holprigen Hallenboden weiterhin grosse Probleme mit der Ballkontrolle und konnten sich nur selten in die gefährliche Zone kombinieren. Im Sturm wurde die verletzte Gallionsfigur Kistler, welcher am letzten Wochenende noch für die erste Mannschaft im Einsatz stand und dessen Gesicht nach seinen zwei Toren fast sämtliche Zeitungen im Kanton zierte, schmerzlich vermisst. Der nach einer Verletzung zurück gekehrte Lindauer (welcher Gerüchten zufolge den Weg ins Glarnerland direkt aus einem Eichhof-Wagen in Angriff nahm) sorgte zwar dann und wann für Torgefahr, zählbares brachte aber auch er nicht zu Stande. Zu allem Übel mussten die Innerschwyzer kurz vor Drittelsende noch ein weiteres Gegentor nach einem Freistoss hinnehmen. Somit langen sie vor dem letzten Drittel mit zwei Längen im Hintertreffen, vor allem Offensiv herrschte akuter Aufholbedarf.

Ein früher Torerfolg wäre unter diesen Umständen natürlich extrem förderlich gewesen und hätte den Vipers sicherlich grossen Auftrieb gegeben. Doch leider bleib dies Wunschdenken und auch die Umstellung auf 2 Linien brachte in der Offensive nicht die erhoffte Durchschlagskraft. Als die Wildcats durch einen schön vorgetragenen Konter ihre Führung gar auf 3:0 erhöhten, standen die Vipers definitiv mit dem Rücken zur Wand. Auch wenn die Vipers in den Schlussminuten alles nach vorne warfen, wollte ihnen kein Treffer gelingen.

Somit mussten die Innerschwyzer die Heimreise punkt- und torlos antreten und der Verzehr des XL-Big Ben-Hamburgers von Claudio von Euw bildete leider das einsame Highlight des Nachmittages. Bleibt zu hoffen, dass die Vipers in der nächsten Meisterschaftsrunde, welche sie in der heimischen Lückenhalle gegen die ebenfalls noch punktlosen FB Riders absolvieren, nicht nur im Restaurant, sondern auch in der Halle überzeugen können.


Telegramm:
Vipers InnerSchwyz – UHC Wildcats Schiers 0:3 (0:1/ 0:1/ 0:1)
3. Liga Grossfeld, Gruppe 6 / 2. Runde vom 09.10.2016
Sporthalle Schwanden, Schwanden GL, 12 Zuschauer
SR: N. Schaffner / M. Achakri
Tore: 12. Schiers 0:1, 39. Schiers 0:2, 49. Schiers 0:3
Strafen: Vipers 2mal 2 Min. / Grabs 1mal 2 Min.
Aufstellung Vipers: Gschwind; Bünter, Fassbind, Gwerder, Kopecky, Lindauer, Rickenbacher, Schilter, Schuler A., Schuler S., Steiner, Vokinger, von Euw, Zurfluh L., Zurfluh C.
Bemerkungen: Vipers ohne Risi; Carletti, Föhn, Kistler