Heimspielniederlage fürs Zwei

Stefan Fassbind Herren 2

Die zweite Mannschaft der Vipers verliert ihr 5. Meisterschaftsspiel gegen den UHC S-G Wetzikon mit 3:6. Insgesamt zeigten die Innerschwyzer zu viele technische Schwächen, weshalb die Niederlage nicht unverdient war. Mit einer besseren Leistung und etwas mehr Wettkampfglück wäre ein Punktgewinn aber keinesfalls unmöglich gewesen.

Zum zweiten und zugleich letzten Heimauftritt der Saison wollte die Spasstruppe aus der Innerschwyz natürlich in Bestbesetzung antreten. Neben den beiden altbekannten Herren 2-Verstärkungen Marco Bünter und Joe Bellmont erwies deshalb auch Herren 1-Jungspundt Devin Lüönd der zweiten Mannschaft erneut die Ehre, nachdem er im letzten Spiel mit zwei Toren massgeblich am Sieg beteiligt war.

Das Spiel begann dann aber trotz der Verstärkungen alles andere als optimal. Die Vipers bekundeten grosse Mühe mit der Ballkontrolle, selbst die grössten Edeltechniker der Mannschaft wie Andreas Bünter oder Czeko-Star Filip Kopecky blieben vor ungenauen Pässen und holprigen Ballannahmen nicht verschont. Deshalb war es nicht verwunderlich, die Talkessler in der 10. Minute den Gegentreffer zum 0:1 hinnehmen musste. Nach einem Ballverlust des hintersten Vipers-Spielers konnte ein Wetziker dann kurz vor Drittelsende alleine auf Torhüter Gschwind losziehen und liess dem Sessellift-Spezialist keine Chance und schob kaltblütig zum 0:2 ein.

Aufholjagd scheitert

Für einen Punktgewinn war also eine klare Leistungssteigerung und viel mehr Leidenschaft gefordert. Und tatsächlich konnten sich die Vipers im zweiten Drittel steigern, auch wenn ihre Leistung weiterhin nicht wirklich berauschend war. Nach 25 Zeigerumdrehungen konnte sich Topscorer Luca Zurfluh dann unbemerkt in den Slot schleichen (wen wundert es bei seiner Körpergrösse) und den Ball zum wichtigen 1:2-Anschlusstreffer in die Maschen befördern. Nun waren die Vipers endgültig in der Partie angekommen und hatten gar einige Chancen zum Ausgleich. Tatsächlich zappelte der Ball dann kurze Zeit später wieder im Netz. Aus Vipers-Sicht aber leider im falschen Netz! Ein eigentlich harmloser Distanzschuss wurde gleich zweimal abgelenkt und fand dadurch den Weg ins Vipers-Gehäuse zum 1:3-Resulatat nach zwei Dritteln.

Um die Wende noch zu schaffen, stellten die Vipers zu Beginn des letzten Drittels auf zwei Linien um und diese Umstellung schien zu wirken. Kurz nach Drittelsbeginn konnten die Innerschwyzer durch eine Kombination der beiden Veteranen Bünter und Bellmont auf 2:3 verkürzen. Doch wie schon nach dem 1:2 konnten die Vipers ihre wenigen, aber zum Teil dennoch aussichtsreichen Torchancen nicht ausnutzen. Und wie im 2. Drittel wurden das rote Ballett dafür bitter bestraft. Gleich dreimal zielten die Wetziker ungemein genau und konnten dadurch ihre Führung auf 6:2 erhöhen. Dadurch war der Mist natürlich geführt, der Treffer zum 3:6 durch Marco Bünter in der Schlussminute war lediglich Resultatkosmetik.

Obwohl die Niederlage gegen das zweitplatzierte Wetzikon keinesfalls einen Beinbruch darstellt, wäre mit einer besseren Mannschaftsleistung wohl dennoch mehr möglich gewesen. Durch die Niederlage verpassen es die Vipers, sich näher an die Spitzenpositionen heranzupirschen und verbleiben im hinteren Mittelfeld der Tabelle.

Vipers InnerSchwyz – UHC S-G Wetzikon II 3:6 (0:2/ 1:1/ 2:3)
3. Liga Grossfeld, Gruppe 6 / 5. Runde vom 05.11.2016
Berufsbildungszentrum Goldau, Goldau, 48 Zuschauer
SR: S. Ganzmann / J. Krähenbühl
Tore: 10. Wetzikon 0:1, 19. Wetzikon 0:2, 26. Zurfluh (Kistler) 1:2, 31. Wetzikon 1:3, 42. Bünter M. (Bellmont) 2:3, 52. Wetzikon 2:4, 57. Wetzikon 2:5, 58. Wetzikon 2:6, 60. Bünter M. (Kistler) 3:6
Strafen: Vipers keine / Wetzikon 1mal 5Min.
Aufstellung Vipers: Gschwind; Bellmont, Bünter A., Bünter M., Fassbind, Gwerder, Kistler, Kopecky, Lüönd, Rickenbacher, Schuler A, Schuler S., Steiner, Vokinger, von Euw, Zurfluh L.
Bemerkungen: Vipers ohne Risi; Carletti, Föhn, Lindauer, Schilter