Unglückliche Niederlage und ein grandioser Rückkehrer

Stefan Fassbind Herren 2

Am vergangenen Samstag setzte es gegen den damaligen Tabellenzweiten und jetzigen Tabellenführer Calanda Flyers Trimmis eine weitere Niederlage fürs Herren 2 ab. Ein Rückkehrer brillierte.

Das Herren 2 der Vipers InnerSchwyz hat sich für das Spiel gegen die Bündner in Meilen ZH so viel vorgenommen. Man wollte nicht früh in Rückstand geraten und dem Gegner nicht schon wieder unnötige Tore „schenken“. Bereits in der sechsten Spielminute schepperte es bereits im Tor der Vipers und Torhüter Gschwind musste das erste Mal hinter sich greifen. Vorausgegangen war wieder einmal ein völlig unnötiger Ballverlust in der Offensivzone (wie so oft in dieser Saison), was zu einem Konter für den Gegner führte. Die Vipers hätten durchaus das Zeug gehabt, den Ausgleich zu erzielen. Sie stellten sich jedoch teilweise nicht so geschickt an wie die Bierliebhaber aus Trimmis. Denn die waren sehr effizient in der Chancenverwertung und so war in der 15. Minute der 0:2-Rückstand die logische Folge. Mit diesem Resultat gingen dann die beiden Teams auch in die erste Drittelpause. In dieser erklärte Taktikfuchs Bünter alias „Buntidreas“ noch einmal das Spielsystem, das nicht mehr allen so präsent war.

Der Start ins zweite Drittel durfte den Spielern des Herren 2 Mut geben, denn sie spielten beherzt auf und kamen auch zu einigen guten Torchancen. Der Anschlusstreffer wollte aber einfach nicht gelingen. In der 29. Minute ging Kopecky alias „Filipo Pipo oder Czeko-Star“ ein wenig übermotiviert an der Bande in einen Zweikampf und holte für die Vipers die erst kleine Strafe des Spiels ab. Das Überzahlspiel nutzte der Gegner mit einem satten Schuss eiskalt zum 0:3 aus. Die Stimmung im Team war am Tiefpunkt, denn hatte man doch nun so gut mitgespielt und der Anschlussteffer wäre mehr als verdient gewesen. In der 33. Minute war es dann aber mit der Torimpotenz aus Sicht der Vipers vorbei und so konnte der sichtlich genervte Captain Kistler alias „Andidreas“ höchst persönlich zum 1:3 einnetzen. Die Erleichterung war gross. Doch es kam noch besser. Kurz vor Ablauf des zweiten Abschnitts kassierten die Gegner noch eine Zweiminuten-Strafe.

Zu Beginn des letzten Abschnitts konnten die „Talkessler“ also in Überzahl agieren. Man konnte diese ausnützen und so erzielte der Spielercoach Bünter auf Pass von Doktor Schilter alias „Devi Defibrillator“ den Anschlusstreffer zum 2:3. Der Ausgleich lag in der Folge also in der Luft. Doch in der 45. Minute entschieden die Schiedsrichter aus dem Nichts auf Penalty gegen die Innerschwyzer. Bünter soll ein Foul begangen haben. Bis heute weiss zwar keiner was für eines es war. Den Penalty konnte Torhüter Gschwind stark abwehren. Eine Zeigerumdrehung später gab es dann schon wieder einen Penalty für den Gegner. Dieses Mal war es jedoch eine klare Sache. Nach einem Abschluss des Gegners macht sich der Ball auf die Reise in Richtung des Tors. Doch Sascha Schuler alias „Laser Sash“ mochte dem kleinen Ball die Reise nicht gönnen und fischte ihn mit dem Stock mirakulös und äusserst elegant heraus. Auch den zweiten Penalty verschoss der Gegner aus Trimmis. Dieses Mal jedoch kläglich, denn Torhüter Gschwind war umspielt. Dem Gegenspieler jedoch gelang das Künststück,

das leere Tor zu verfehlen. Die Folge war dann ein 3 gegen 5 Boxplay. Kurz vor Ablauf der ersten Strafe fiel dann das 2:4. Danach zog der Gegner bis zur 52. Minute noch auf 2:6 davon. Oldie Föhn hatte daran gar keinen Gefallen und schmetterte sein Spielgerät weg. Aus dem lieben Föhn wurde ein böser Sturm. Nun war noch ein wenig Resultatkosmetik angesagt und so konnte Rickenbacher alias „Ricke, gahsch nu einig gu bicke?“ auf 3:6 verkürzen.

Jetzt noch zum absoluten Highlight des Spiels: In der 60. Minute erkämpfte sich Carletti alias „Carli oder Langbein-Carli“ den Ball in der eigenen Zone und setzte zu einem Sololauf über das ganze Feld an (nicht sehr einfach bei einer Körpergrösse von 194 cm) und verwertete eiskalt wie Unihockey-Star Kim Nilsson zum 4:6. Es war eine grandiose Aktion des Rückkehrers. Hatte er doch in letzter Zeit wegen seinem monatelangen Aufenthalt in Südamerika überhaupt nicht trainiert. Diese Szene war dann auch die letzte wichtige Aktion des Spiels.

Am 18. Dezember startet dann die Rückrunde mit dem Spiel gegen UHC R. Grabs-Werdenberg.

Bericht von Lukas Risi

 

Telegramm Vipers InnerSchwyz – Calanda Flyers Trimmis 4:6 (0:2/1:1/ 3:3)
3. Liga Grossfeld, Gruppe 6 / 7. Runde vom 03.12.2016
Alte Trunhalle Allmend, Meilen, 12 Zuschauer
SR: C. Weber / M. Schmid
Tore: 6. Trimmis 0:1, 15. Trimmis 0:2, 30. Trimmis 0:3, 33. Kistler 1:3, 42. Bünter (Schilter, Ausschluss Trimmis) 2:3, 44:14 Trimmis 2:4, 44:45 Trimmis 2:5, 52. Trimmis 2:6, 59. Rickenbacher 3:6, 60. Carletti 4:6
Strafen: Vipers 3mal 2Min. / Trimmis 2mal 2Min.
Aufstellung Vipers: Gschwind; Bünter A., Carletti, Föhn, Gwerder, Kistler, Kopecky, Rickenbacher, Schilter, Schuler S., Steiner, Zurfluh L., Vokinger, von Euw
Bemerkungen: Vipers ohne Risi; Fassbind, Lindauer, Schuler A; Trimmis verschiesst zwei Penalty (42. + 43.)