Weitere Niederlage fürs Zwei

Stefan Fassbind Herren 2

In der 8. Meisterschaftsrunde musste die zweite Mannschaft der Vipers bereits ihre 6. Saisonniederlage einstecken. Nach der 2:8-Packung gegen den UHR R. Grabs-Werdenberg schliessen die Vipers das Jahr 2016 auf dem unbefriedigenden 7. (und somit zweitletzten) Platz ab.

Nach zuletzt 3 Niederlagen en suite waren sich die Mannen von Spielertrainer Bünter natürlich bewusst, dass es für einen versöhnlichen Jahresabschluss in Grabs, welches sich nur einen Steinwurf von der liechtensteinischen Grenze entfernt befindet, eine klare Leistungssteigerung benötigt. Denn einzelne Highlights wie das traumhafte Solo von „Carli“ Carletti (Gerüchten zufolge war dieses Solo im Highlight-Clip der Sportsawards zu sehen) alleine reichen über 60 Minuten leider Gottes nicht aus, um ein Spiel zu gewinnen.

Und tatsächlich starteten die Talkessler sehr engagiert in die Partie und konnten durch einen schönen Onetimer von Remo Steiner bereits in der 2. Minute in Führung gehen. Und ein paar Zeigerumdrehungen später konnte Andreas Bünter die Führung gar auf 2:0 ausbauen. Der Spielertrainer zeigte bei diesem Tor, was er bei einem Einsatz am Tag zuvor in der ersten Mannschaft gelernt hatte, und streichelte den Ball alleine vor dem gegnerischen Torhüter fast schon aufreizend cool in die Maschen. Leider wurde kurze Zeit später eine goldene Möglichkeit zum 3:0 ausgelassen und es musste stattdessen der Anschlusstreffer zum 1:2 hingenommen werden. Und plötzlich ging der ganze Schwung der Startminuten verloren, die Vipers wurden von der aufsässigen Spielweise der Grabs(ch)er richtiggehend eingeschnürt und kassierten 2 weitere Tore zum 2:3-Pausenresultet. Erneut luden die Vipers den Gegner durch zahlreiche einfache Ballverluste regelrecht zum Toreschiessen ein.

In der Offensie zu harmlos

Im zweiten Drittel konnten sich die Innerschwyzer zumindest defensiv klar steigern und mussten dem Gegner nicht mehr allzu viele hochkarätige Torchancen zugestehen. In der Offensive präsentierte sich die Mannschaft jedoch erschreckend harm- und ideenlos. Als Carletti kurz vor Drittelsende seine (nicht allzu überraschende) erste Saisonstrafe absass, konnte der Gegner dann 8 Sekunden vor der zweiten Sirene auf 4:2 erhöhen.

Im letzten Drittel war somit mehr Spielwitz und Durchschlagskraft in der Offensive gefragt. Doch die Vipers taten sich weiterhin sehr schwer, einigermassen gefährliche Aktionen zu kreieren, die Angriffe scheiterten häufig bereits in der eigenen Hälfte durch ungenaue Pässe oder Ballverluste. Als es dann weniger als 5 Minuten vor Schluss noch immer 2:4 aus Sicht der Innerschwyzer stand, musste mehr Risiko genommen werden. Doch es kam, wie es kommen musste und Grabs erzielte nach einem weiteren Ballverlust der Vipers nicht unverdient das 5:2. Dieses Tor war der definitive Genickschlag für die Talkessler, welche sich in der Folge ihrem Schicksal ergaben. Der nicht zu beneidende Torhüter Risi musste infolge Passivität seiner Vorderleute noch 3 weitere Gegentore zum brutalen Schlussresultat von 2:8 hinnehmen. Dieses Schlussresultat war zwar etwas gar hoch, zu einem Punktgewinn fehlte es jedoch an vielen Ecken und Enden.

Somit beendet die zweite Mannschaft das Unihockeyjahr 2016 nach einer bereits seit 4 Spielen andauernden Niederlagenserie auf dem enttäuschenden 7. Tabellenplatz und stellt in der Weihnachtskrippe eher den Esel als das umjubelte Jesuskind dar. Bleibt zu hoffen, dass das Christkind den Vipers für das neue Jahr etwas mehr Punkte unter den Christbaum legen wird.

 

Telegramm
Vipers InnerSchwyz – UHC R. Grabs-Werdenberg 2:8 (2:3/0:1/ 0:4)
3. Liga Grossfeld, Gruppe 6 / 8. Runde vom 18.12.2016
Schulanlage Unterdorf, Grabs, 56 Zuschauer
SR: M. Niederer / J. Cadosch
Tore: 2. Steiner (Schilter) 1:0, 9. Bünter 2:0, 10. Grabs 2:1, 12. Grabs 2:2, 20. Grabs 2:3, 40. Grabs 2:4, 56. Grabs 2:5, 58. Grabs 2:6, 59.29 Grabs 2:7, 59.46 Grabs 2:8
Strafen: Vipers 1mal 2Min. / Grabs keine
Aufstellung Vipers: Risi; Bünter A., Carletti, Fassbind, Föhn, Gerber, Gwerder, Kistler, Kopecky, Rickenbacher, Schilter, Schuler S., Steiner, Vokinger, Zurfluh L.
Bemerkungen: Vipers ohne Gschwind; Lindauer, Schuler A, von Euw