Vipers verpassen Playoffs um einen Punkt

Peter Gasser Herren 1

Die Niederlage am Samstag in Herisau besiegelte das Schicksal der Vipers. Trotz des Sieges am Sonntag gegen Toggenburg verpassen die Schwyzer zum ersten Mal die Playoffs.

von Peter Gasser

Es war bereits nach der samstäglichen Niederlage gegen Herisau zu befürchten: Die Vipers InnerSchwyz verpassen zum ersten Mal die Playoffs und müssen den Gang in die Playouts antreten. Weil Bülach auch sein Sonntagsspiel gewinnen konnte, bleiben die Vipers unter dem Strich. Sie beenden die Qualifikation auf dem undankbaren neunten Platz und treffen in den Playouts erneut auf den Tabellenletzten United Toggenburg.

Offensiv zu harmlos

Beinahe wäre die Rechnung der Vipers aufgegangen. Sie agierten in Herisau wie zuletzt beim Sieg gegen die Highlands defensiver, als man es von Ihnen gewohnt ist. Die Appenzeller fanden in den ersten 40 Minuten nur einmal ein Mittel Torhüter Anderegg zu bezwingen: Chläus Meier traf in der vierten Minute im Powerplay. Da Bachmann kurz vor der ersten Pause mit einem Konter den Ausgleich erzielen konnte und im Mitteldrittel trotz einer zweitweiligen doppelten Unterzahl der Schwyzer keine weiteren Tore fielen, waren die Vipers vor dem letzten Drittel im Fahrplan.  Trotzdem machte sich zu Beginn des letzten Abschnitts auf Seiten der Gästen eine gewisse Nervosität bemerkbar. Unkonzentriertheiten schlichen sich ein und promt hämmerte Blaser einen Freistoss unter die Latte (44.). Erneut war es Bachmann, der die Partie wenig später ausgleichen konnte (49.). Herisau blieb aber die aktivere Mannschaft und ging durch den zweiten Treffer von Meier zum dritten Mal in Führung. Die Vipers waren offensiv zu harmlos um ein drittes Mal zu reagieren. Auch als Herisau kurz vor Schluss eine Strafe kassierte und die Innerschwyzer mit sechs gegen vier Feldspielern den Ausgleich anstrebten, konnten sie zu wenig Druck auf das Gehäuse der Appenzeller erzeugen. Wie sich am Sonntag herausstellen würde, hätte der Ausgleichstreffer in dieser Phase die Playoff-Qualifikation bedeutet.

Glanzloser Sieg gegen Toggenburg

Die Niederlage steckte den Schwyzer am Sonntag noch in den Knochen. Gegen das Schlusslicht Toggenburg agierten sie in den ersten 20 Minuten zu passiv und lagen prompt mit 1:2 im Hintertreffen. Ein Energieanfall von Heinzer und Smidas Treffer in Unterzahl leiteten dann im Mitteldrittel die Wende ein. Obwohl Toggenburg vor allem im Schlussabschnitt mehr Abschlüsse auf das Tor von Ott hatte, brachten die Schwyzer den Sieg durch zwei weitere Treffer von Jurcik und Amacher relativ ungefährdet ins Trockene. Obwohl der Sieg glanzlos ausfiel, war es im Hinblick auf die Playout-Spiele (Best of 3) gegen den gleichen Gegner wichtig, wieder etwas Selbstvertrauen zu tanken. Die Playout-Serie startet am Wochenende des 18./19. Februar mit einem Heimspiel.

Die Fotos zur Doppelrunde (Fotograf: Andy Scherrer):
UHC Herisau – Vipers InnerSchwyz 3:2 (1:1/0:0/2:1)

1. Liga Grossfeld, Gruppe 2 / 21. Runde vom 28.01.2017
Sportzentrum Herisau / 200 Zuschauer
SR: Bebie/Stähli
Tore: 4. Meier (Keller, Ausschluss Vipers) 1:0. 20. Bachmann (Amacher) 1:1. 44. Blaser (Keller) 2:1. 49. Bachmann (Koller) 2:2. 51. Meier (Hess) 3:2.
Strafen: Herisau 1mal 2 Min. / Vipers 3mal 2 Min.
Aufstellung Vipers: Anderegg; Kryenbühl, Aeschbacher, Amacher, Koller, Bachmann; Winet, Auf der Maur, Schuler, Smida, Jurcik; Forster, Regli, Heinzer, Huser, Lüönd; Purtschert, Föhn,
Bemerkungen: Vipers ohne Ott (Ersatz), Horath, Beeler, Kistler, Hediger, Gerber, Trutmann (alle verletzt oder abwesend). 10. Lattenschuss Chläus Meier.

Vipers InnerSchwyz – United Toggenburg 5:2 (1:2/3:0/1:0)

1. Liga Grossfeld, Gruppe 2 / 21. Runde vom 28.01.2017
Sporthalle Lücken, Schwyz / 100 Zuschauer
SR: Nöthlich/Ambühl
Tore: 3. Koller (Amacher) 1:0. 6. Pargätzi (Rutishauser) 1:1. 16. Zwicker (Rüegg) 1:2. 27. Heinzer (Forster) 2:2. 28. Smida (Ausschluss Vipers!) 3:2. 35. Jurcik (Lüönd) 4:2. 58. Amacher (Kryenbühl) 5:2.
Strafen: je 1mal 2 Min.
Aufstellung Vipers: Ott; Kryenbühl, Purtschert, Amacher, Koller, Bachmann; Winet, Auf der Maur, Smida, Jurcik, Lüönd; Forster, Regli, Schuler, Heinzer, Huser, Lüönd;Kistler
Bemerkungen: Vipers ohne Anderegg (Ersatz), Horath, Beeler, Aeschbacher, Föhn, Hediger, Gerber, Trutmann alle verletzt oder abwesend). Bestplayers Winet (Vipers) und Pargätzi (Toggenburg).

Resultate 21. Runde:

UH Red Lions Frauenfeld – Unihockey Limmattal 7:3 (3:0, 1:1, 3:2)
Jump Dübendorf – Rheintal Gators Widnau 6:7 n.V.
UHC Zuger Highlands – Flames 8:3 (2:0, 4:2, 2:1)
UHC Herisau – Vipers InnerSchwyz 3:2 (1:1, 0:0, 2:1)
United Toggenburg Bazenheid – Bülach Floorball 4:7 (1:3, 1:1, 2:3)
Nesslau Sharks – Pfannenstiel Egg 6:5 n.V. (0:3, 3:2, 2:0, 1:0)

Resultate 22. Runde:

Pfannenstiel Egg – Jump Dübendorf 7:5
Bülach Floorball – UH Red Lions Frauenfeld 5:2 (1:2, 3:0, 1:0)
Nesslau Sharks – Unihockey Limmattal 4:9 (1:3, 1:3, 2:3)
Vipers InnerSchwyz – United Toggenburg Bazenheid 5:2 (1:2, 3:0, 1:0)
UHC Herisau – Flames 6:2 (1:1, 1:0, 4:1)
Rheintal Gators Widnau – UHC Zuger Highlands 6:2 (2:0, 2:1, 2:1)

Schlussrangliste Qualifikation:

1 Rheintal Gators Widnau 22 151:122 +29 47
2 Pfannenstiel Egg 22 127:97 +30 42
3 UHC Zuger Highlands 22 124:109 +15 40
4 Unihockey Limmattal 22 139:114 +25 38
5 UHC Herisau 22 123:119 +4 34
6 Nesslau Sharks 22 131:145 -14 32
7 UH Red Lions Frauenfeld 22 111:120 -9 30
8 Bülach Floorball 22 101:122 -21 30
9 Vipers InnerSchwyz 22 137:132 +5 29
10 Jona-Uznach Flames 22 117:121 -4 28
11 Jump Dübendorf 22 105:113 -8 28
12 United Toggenburg Bazenheid 22 94:146 -52 18