Abstiegskampf spitzt sich zu

Stefan Fassbind Herren 2

Die zweite Mannschaft der Vipers konnte am in der 11. Meisterschaftsrunde einen wichtigen 4:3-Sieg gegen die Hurricanes Glarnerland verbuchen. Durch den gleichtägigen Sieg der letztplatzierten FB Riders sind nun 4 Teams in den Abstiegskampf involviert.

Nach dem Sieg im 9. Meisterschaftsspiel gegen die Wildcats aus Schiers, hätten die Vipers am 10. Spieltag die FB Riders wohl vorentscheidend um 9 Punkte distanzieren können. Doch leider traf ausgerechnet das Gegenteil ein, die Vipers mussten die Riders nach einer uninspirierten Leistung und der daraus resultierenden 1:4-Niederlage bis auf 3 Punkte heranrücken lassen. Als die Talkessler dann am späteren Sonntagnachmittag die Halle in Meilen betraten, blieben ihnen dann die Biere und Kaffee Zwätschge der vorabendlichen Fasnachtsveranstaltungen regelrecht im Halse stecken. Die Riders konnten das Spiel gegen die Calanda Flyers, ihres Zeichens Tabellenführer, doch tatsächlich mit 4:1 gewinnen. Sogar Pascal Lindauer, nicht unbedingt als Zahlengenie bekannt, konnte in Windeseile ausrechnen, dass die Vipers bei einer Niederlage aufgrund des Torverhältnisses die Rote Laterne hätten übernehmen müssen.

Es durfte also eine heisse Affiche und ein kampfbetontes Spiel erwartet werden, zumal auch die Hurricanes bei einer allfälligen Niederlage wieder in den Abstiegskampf verwickelt sein würden und die Stärke der Glarner sowieso im physischen Bereich liegen. Und diese Prophezeiung sollte sich dann auch bewahrheiten. Von der ersten Minute an entwickelte sich ein Kampf um jeden Ball, spielerische Glanzmomente bildeten hingegen die Ausnahme. Auch nicht unbedingt in die Kategorie Glanzmoment gehörten die Strafe von Raphael „Charles“ Carletti (fairerweise muss jedoch angemerkt werden, dass die Strafe gegen den erfahrenen Strafensammler gar hart gepfiffen war) und das anschliessende Gegentor im Boxplay.

Spiel auf des Messers Schneide

Im zweiten Drittel konnten sich die Fasnachtsliebhaber aus dem Talkessel offensiv ein wenig steigern und sich die eine oder andere Torchance erspielen. In der Defensive standen sie grundsätzlich solide, mussten sich aber dennoch zwei, drei Male beim gut aufgelegten Torhüter Risi bedanken. Bewundernswert, wie der Arther den Rummel um seine Person nach seinen zahlreichen Medienauftritten beim Federer-Empfang am Flughafen wegsteckte. Und kurz nach Spielmitte fiel dann endlich auch der erste Treffer für die Vipers. Spielertrainer Bünter nahm den Schwung der Lauerzer Fasnacht bis nach Meilen mit und konnte durch einen Distanzschuss den 1:1-Ausgleichstreffer erzielen.

Da die Glarner kurz vor der zweiten Drittelspause eine Zweiminutenstrafe kassierten, konnten die Talkessler das letzte Drittel in nummerischer Überzahl starten. Im letzten Training wurde das Powerplay (zum wahrscheinlich ersten Mal in der Geschichte vom Herren 2) ausgiebig trainiert und dieser Aufwand sollte sich auszahlen. Carrrrrrrrli Carletti brachte seine Farben mit einem knallharten Onetimer sehenswert in Front. Leider hielt diese Führung jedoch keine 30 Sekunden, die Hurricanes konnten durch einen verdeckten Weitschuss wieder ausgleichen. Nun war richtig Pfeffer im Spiel, auch die Emotionen kochten auf beiden Seiten gelegentlich über. Doch die Vipers bewiesen diesmal, anders als in einigen vergangenen Spielen, einen kühlen Kopf und konnten durch einen Hammer vom Märtel Gwerder wieder in Führung gehen. Zurecht setzte er sich aufgrund dieses schönen Treffers nach dem Spielende sein schönstes Magners-Hüetli aufs Haupt. Als sich 8 Minuten vor Spielende ein weiterer Glarner in die Kühlbox verabschiedete, bot sich den Vipers die Chance zur Vorentscheidung. Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Nach einem Ballverlust entwischte ein Gegenspieler und liess auch Goalie Risi keine Chance, 3:3. Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide, ein Umstand der dem Doktor David „der mit dem Skalpell tanzt“ Schilter natürlich behagte. Nach einem Tohuwabohu vor dem Glarner Gehäuse reagierte er am schnellsten drückte die Kugel zum viel umjubelten 4:3-Siegtreffer über die Linie.

Durch diesen Sieg verteidigen die Vipers ihren Vorsprung von 3 Punken auf die rote Laterne. Die Hurricanes und die Lions aus Meilen sind durch die Siege der beiden Kellerkinder ebenfalls wieder mitten im Abstiegskampf und haben ihrerseits nur einen Punkt Vorsprung auf die Vipers. Die Schlussphase der Meisterschaft verspricht also einige Spannung. In den nächsten zwei Wochen stehen für die Vipers nun weitere zwei wegweisende Partien gegen Wetzikon und Meilen auf dem Programm.

Telegramm
Vipers InnerSchwyz – Hurricanes Glarnerland 4:3 (0:1/1:0/3:2)
3. Liga Grossfeld, Gruppe 6 / 11. Runde vom 05.02.2017
Roosriet, Rüti ZH, 11 Zuschauer
SR: M. Huber, P. Huber
Tore: 18. Glarnerland (Ausschluss Vipers) 0:1, 33. Bünter (Steiner) 1:1, 40:29 Carletti (Bünter, Ausschluss Glarnerland) 2:1, 40:57 Glarnerland 2:2, 43. Gwerder (Kistler) 3:2, 53. Glarnerland (Ausschluss Glarnerland!) 3:3, 56. Schilter (Kistler) 4:3
Strafen: Vipers 2mal 2Min. / Hurricans 3mal 2Min.
Aufstellung Vipers: Risi; Bünter A., Carletti, Fassbind, Föhn, Gwerder, Kistler, Kopecky, Lindauer, Rickenbacher, Schilter, Schuler A, Schuler S., Steiner, von Euw. Zurfluh L
Bemerkungen: Vipers ohne Gschwind; Vokinger