Die Unabsteigbaren

Stefan Fassbind Herren 2

Die zweite Mannschaft gewann ihr 13. Meisterschaftsspiel gegen die Lions aus Meilen mit 4:3. Vor dem letzten Spiel ist nun klar, dass die Talkessler nicht mehr absteigen können und auch die nächste Saison wieder in der 3. Liga „zaubern“ werden.

Als die Vipers in Schiers ankamen, wurden sie von den Lions mit den freudigen Worten „ihr werdet nicht absteigen, die Riders sind mit 1:8 im Rückstand“ begrüsst. Tatsächlich war durch die 5:9-Niederlage der Riders klar, dass die Innerschwyzer nicht mehr absteigen können, unabhängig von den Resultaten der letzten beiden Spielen. Somit schmiedete man mit den Meilern (bei denen es auch nur noch um die goldene Ananas ging) gar Pläne, ob man das Spiel nicht abblasen und stattdessen irgendwo in den Bündner Alpen in den Après-Ski übergehen wolle. Doch von diesem (durchaus verlockenden) Hirngespinst verabschiedete man sich dann aber relativ schnell wieder und bereitete sich dann doch mehr oder weniger seriös auf das Spiel vor. Insbesondere Czeko-Star Kopecky war im wahrsten Sinne bis in die Haarspitzen motiviert, nachdem ihm unterstellt wurde, dass ein Spieler von Meilen das schönere Haarband trage als er.

Doch wie bereits in den vergangenen Partien wollte der Start nicht so recht gelingen, nach 10 Minuten musste das rote Ballett einmal mehr einem Rückstand nachrennen. Doch nur 4 Minuten später konnte Kopecky (vielleicht immer noch in seinem Stolz verletzt wegen seinem Haarband) sehenswert zum 1:1 ausgleichen. Dies war zugleich das Drittelsresultat, weil beide Mannschaften einige Torchancen nicht verwerten konnten.

Sascha-Festspiele im 2. Drittel

Der Start zum 2. Drittel verlief wiederum äusserst unglücklich. Bereits im 1. Einsatz des Drittels schepperte es bereits wieder hinter Torhüter Gschwind, welcher diese Szene (obwohl er absolut machtlos war) sicher noch auf seiner GoPro-Kamera analysieren wird, welche er extra für das Spiel in der Halle installiert hatte. In der 29. Minute wurde es dann der lebenden Herren 2-Legende Sascha Schuler zu bunt. „Laser-Sash“ legte sich die Kugel butterweich von der Backhand auf die Vorhand, um das Spielgerät anschliessend mit brachialer Wucht in den Winkel zu hauen. 99.9 % aller Unihockeyspieler hätte sich nach einer solchen Bude wohl gemütlich zurückgelehnt und einen Gang runtergeschaltet, aber nicht „unser“ Sascha. Er setzte gar noch einen drauf, schlich sich 7 Minuten später im Stile eines Stürmers unbemerkt in den Slot und zimmerte den Ball mit unnachahmlicher Wucht und Präzision eiskalt unter die Latte. Hätte ihn sein Ring am Ringfinger nicht als verheirateten Mann entlarvt, so hätten die wenigen anwesenden weiblichen Zuschauerinnen wohl ihre Unterwäsche aufs Feld geworfen. Da Iceman Schuler auch über eine hohe Sozialkompetenz verfügt, verschonte er anschliessend aber seine Gegner, womit die Vipers nach 2 Dritteln mit 3:2 führten.

Siegreich in die Fasnachtspause

Dass die Lions auch im letzten Drittel für das erste Tor verantwortlich waren, überraschte nicht sonderlich. Die „Furja Roja“ liess sich durch den 3:3-Ausgleichstreffer jedoch nicht beunruhigen, schliesslich wusste sie, dass sie mit Claudio von Euw noch über eine zweite schussgewaltige Rothenthurmer Geheimwaffe verfügt. Und der jüngste Spross bestens bekannten von Euw-Dynastie enttäuschte seine Jünger nicht. Optimal von Kopecky freigespielt, nutzte er den Freiraum und erzielte den Gamewinner zum 4:3. ¾ der Vipers-Tore wurden also durch Anwohner der Unihockey-Hochburg Rothenthurm erzielt. Es wird nun gemunkelt, dass die Ameisenhaufen im Rothenthurm nicht nur auf Wetterfrosch Martin Horat sondern auch auf die Unihockeyaner eine magische Wirkung entfalten. Meilen warf in den Schlussminuten natürlich nochmals alles nach vorne, doch auch ohne Torhüter konnten sie Pädi Gschwind nicht mehr überwinden, die Vipers brachten den 4:3-Sieg über die Zeit.

Somit ist der Ligaerhalt eine Runde vor Schluss geschafft, die „3. Liga-Dinos“ werden dieser Liga also auch in der nächsten Saison ihre Ehre erweisen, nach dem mehr als harzigen Saisonstart ist dies sicherlich als sehr positives Zeichen zu werten. Nun freuen sich die Talkessler auf ein spielfreies Wochenende, welches in der Fasnachtszeit genau zum richtigen Zeitpunkt angesetzt wurde. Im letzten Spiel werden die Vipers dann versuchen, noch auf den 5. Tabellenplatz vorzurücken, schliesslich sind sie zurzeit nur aufgrund des schlechten Torverhältnisses hinter den punktgleichen Lions Meilen und den Glarner Hurricanes klassiert.

Telegramm
Vipers InnerSchwyz – Lions Meilen 4:3 (1:1/2:1/1:1)
3. Liga Grossfeld, Gruppe 6 / 13. Runde vom 19.02.2017
Sportanlage Oberdorf, Schiers, 12 Zuschauer
SR: A. Blatter, A. Zwicker
Tore: 10. Meilen 0:1, 14. Kopecky (Fassbind) 1:1, 21. Meilen 1:2, 29. Schuler S. (Zurfluh) 2:2, 36. Schuler S. (Schuler A.) 3:2, 46. Meilen 3:3, 52. Von Euw (Kopecky) 4:3
Strafen: Vipers 1mal 2Min. / Meilen keine
Aufstellung Vipers: Gschwind; Bünter A., Carletti, Fassbind, Föhn, Forster, Gwerder, Kistler, Kopecky, Lindauer, Rickenbacher, Schuler A, Schuler S., Steiner, von Euw. Zurfluh L
Bemerkungen: Vipers ohne Risi; Schilter, Vokinger.