Haushoher Erfolg

Barbara Inderbitzin Damen 1

Weil die VIPERS höherklassig waren, mussten sie die Reise nach Beromünster zu den gleichnamigen Gegnerinnen antreten. Die Erwartungen von Lukas Abeggs Equipe waren klar: als Zweitligist sollte ein Drittligist ganz klar zu bodigen sein! Diese Erwartungen waren bei Spielbeginn jedoch mit schlotternden Beinen und Nervosität gepaart – nach dem Startpfiff brachte das Damenteam nicht viel Nennenswertes zustande.
Flatternde Nerven

Beinahe zehn Minuten liessen sich die VIPERS vom zurückhaltenden Spiel des Heimteams einlullen. Das führte gar so weit, dass es einer der Gegnerinnen gelang, Karin Appert im Tor mit einem satten Schuss ins hohe Eck alt aussehen zu lassen. Kurz darauf mussten die VIPERS gar den Zweitore-Rückstand in Unterzahl hinnehmen. Bis dahin werkelten die acht angereisten Einzelkämpferinnen wacker auf dem Feld, aber brachten zusammen rein gar nichts zustande. Nervöses Hintennach-Gerenne und verpasste Chancen hinderten die VIPERS zu Spielbeginn an den ersten Torerfolgen.

Kehrtwende

Lobenswert war dann aber der Wandel kurz vor Ende des ersten Drittels: Allen voran, brachten die Gwerder-Schwestern und Adriana Wey die roten Farben der VIPERS ein erstes Mal in Führung – bei der es dann glücklicherweise auch bleiben sollte. Von da an konnte man das Spieldiktat der Beromünsterinnen eindämmen und nahm die Zügel selbst in die Hände. Die Nervosität verflog zusehends, wobei die VIPERS wieder an Standfestigkeit gewannen und das Zusammenspiel zwischen Routiniers und den Neuzuzügen tadellos funktionierte. Andrea Fässler (Neuanfängerin), Melinda Inderbitzin (früher Floorball Uri), Lana Kopp und Maria Flühler (beide früher UHC Red Devils Root) beeindruckten mit ihrem Biss. Kein Wunder also, erspielte sich das Team einen haushohen Sieg. Nicht aussen vor gelassen darf jedoch der Zwischenfall, der sich am Ende des zweiten Drittels ereignete: Eine Gegnerin rutschte unglücklich aus und verletzte sich am Knie. Von da an stand das Heimteam bloss noch mit fünf müder werdenden Feldspielerinnen da. In Anbetracht dieser Umstände schlugen sie sich aber wacker – das muss gesagt sein!

Einzug in die 1/32-Finalrunde

„Mit einem so hohen Sieg werdet ihr wahrscheinlich die ganze nächste Saison nicht mehr heimkehren können.“ Trainer Lukas Abeggs Worte treffen hart, gleichen aber der Realität. Als nächste Gegnerinnen warten die Kantonsrivalinnen Red Devils March-Höfe Altendorf. Das letzte Aufeinandertreffen liegt sieben Jahre zurück; damals bekamen die VIPERS mit 10:5 auf den Deckel. Aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt: Das Double – also den Schweizermeister- und Cuptitel im Jahr 2016 – konnten sie in der vergangenen Saison nicht verteidigen. Auch die jüngsten Mutationen im Team lassen vermuten, dass einige Abgänge schwer wiegen. Diese Vermutungen werden erst in der nächsten Cuprunde offengelegt, wo sich die VIPERS hoffentlich ein Weiterkommen erkämpfen können.


Telegramm

Vipers InnerSchwyz – Eintracht Beromünster  17:4 (3:2, 5:1, 9:1)
Damen Liga Cup, 25.06.2017; Schiedsrichter: Sven Jörg
Oberstufenschulhaus Beromünster

Tore: 8. Eintracht Beromünster 0:1. 9. Eintracht Beromünster 0:2. 12. C.Gwerder (A.Wey) 1:2. 15. A.Wey (C.Gwerder) 2:2. 19. A.Wey (Fässler) 3:2. 26. A.Wey 4:2. 29. Bischof 5:2. 33. Bischof 6:2. 34. C.Gwerder (A.Wey) 7:2. 38. Eintracht Beromünster 7:3. 38. C.Gwerder 8:3. 42. Bischof 9:3. 43. C.Gwerder (T.Gwerder) 10:3. 46. Bischof 11:3. 49. T.Gwerder 12:3. 53. M.Inderbitzin (Bischof) 13:3. 54. A.Wey 15:3. 54. Eintracht Beromünster 15:4. 55. Bischof 16:4. 58. A.Wey (C.Gwerder) 17:4.
Strafen: Vipers 1Mal 2 Minuten / Eintracht Beromünster 1Mal 2 Minuten
Aufstellung Vipers: Karin Appert (Barbara Inderbitzin); Adriana Wey, Lana Kopp, Corina Gwerder; Priska Bischof, Melinda Inderbitzin, Maria Flühler; Tamara Gwerder, Andrea Fässler
Bemerkungen: Vipers ohne Nicole Bünter (abwesend)