Glück kommt nie zu spät

Barbara Inderbitzin Damen 1

Besser spät als nie, sagt man so schön. Dieses Sprichwort trifft in zweierlei Hinsicht zu: Einerseits kommt diese Rückschau auf den Cup-Knaller zwischen den VIPERS und den Red Devils M.-H. Altendorf sehr spät; andererseits zeigte genau das auch Lukas Abeggs Equipe am besagten Abend sehr eindrücklich – sie bäumten sich im letzten Drittel des Spiels förmlich auf!
Überrumpelt

Den ersten Abschluss aufs gegnerische Tor feuerten die VIPERS kurz nach Anpfiff ab; folgenschwer einlochen taten dann aber die Red Devils nach 10 Sekunden – das Heimteam wurde regelrecht überrumpelt. Obwohl es Captain Corina Gwerder gelang, noch in den ersten 10 Spielminuten einen erfolgreichen Konter zu fahren, sahen sich die VIPERS trotzdem schon mit 1:4 im Rückstand. Sie liefen ihren übermächtig scheinenden Gegnerinnen pausenlos hinterher und schafften es in keinster Weise, das Spieldiktat an sich zu reissen. Die zwei weiteren Tore im ersten Drittel konnten sie auch nur deshalb erzielen, weil die Red Devils dem offensiven Wahnsinn verfielen und zu grosse Lücken liessen. Maria Flühler und Adriana Wey nutzen indes ihre Chancen und verkürzten den immer noch grossen Abstand auf vier Tore.

Vor allem gegen die Linie um Holdener, Lacher und Wild konnte kaum etwas unternommen werden. Mit hoher Geschwindigkeit fegten sie übers Spielfeld und hinterliessen ihre Spuren in Form von zahlreichen Torerfolgen. Wenig verwunderlich, dass die Ausserschwyzerinnen nach dem Mitteldrittel mit sagenhaften 15 Toren weitaus in Führung lagen. Von den rund 90 Zuschauerinnen und Zuschauer gingen spätestens zu diesem Zeitpunkt einige nach Hause, weil für sie der „Mist“ offensichtlich geführt worden war. Aber: Weit gefehlt!

Letztes Drittel im Zeichen des Angriffs

Karin Appert, die als erste Torhüterin seitens der VIPERS in diese Partie startete, musste wohl zahlreich hinter sich greifen, tat dies aber während ihrer ganzen Einsatzzeit in einer vorbildlichen Unerschütterlichkeit, die es vermochte, ihr Team mental am Boden zu behalten und ihm gleichzeitig neuen Mut für eine Sensation zu schenken. Für Barbara Inderbitzin, die nach der Hälfte des gesamten Spiels als zweiter Goalie in die Hosen stieg, war es nach dieser stoischen Vorarbeit ihrer Partnerin daher ein Leichtes. Mit angefachter Angriffigkeit und einer spürbaren Geschlossenheit im Team preschten die VIPERS noch einmal nach vorne und konnten die Zügel endlich selber in die Hand nehmen: Innert zehn Minuten im letzten Drittel gelangen ihnen fünf Tore, mit denen sie schliesslich diesen dritten Spielabschnitt gewinnen konnten. Das Schlussresultat von 10:15 war zwar kein Sieg, fühlte sich aber für das Heimteam eindeutig so an! Und auch Coach Lukas Abegg war sehr stolz auf seinen Hühnerhaufen…

Für weitere Impressionen in Form von Fotos:

https://www.flickr.com/photos/reddevilsmha/albums/72157685124446420

Es geht weiter!

Das kommende Wochenende verbringt die Equipe wiederum beieinander, um der Taktik, der Technik, der Schnelligkeit und dem Teamgeist im Trainingsweekend in Hergiswil LU den letzten Schliff für die bevorstehende Meisterschaft zu geben. Diese startet nämlich am 24.09. in Cham ZG.

 


Telegramm

Vipers InnerSchwyz – Red Devils M.-H. Altendorf  10:15 (3:7, 2:8, 5:0)
Damen Liga Cup, 14.08.2017, 20.00 Uhr;  Schiedsrichter: Roman Senn
MZG Rothenthurm, 90 ZuschauerInnen

Tore: 1. Holdener (Wild) 0:1, 4. Dolf 0:2, 8. R. Wichert (Vogt) 0:3, 9. C. Gwerder 1:3, 9. Holdener (Lacher) 1:4, 13. Lacher (Holdener) 1:5, 13. Vogt 1:6, 14. Lacher 1:7, 19. A. Wey (C. Gwerder) 2:7, 20. Flühler (Bischof) 3:7, 23. Holdener 3:8, 23. A. Wey 4:8, 25. Holdener (Lacher) 4:9, 25. Bischof 5:9, 26. Wild 5:10, 28. Wild (Holdener) 5:11, 29. Lacher (Holdener) 5:12, 31. Lacher (Holdener) 5:13, 32. Friedlos 5:14, 34. Holdener 5:15, 43. A. Wey (C. Gwerder) 6:15, 51. A. Wey (PP) 7:15, 52. M. Inderbitzin (Flühler) 8:15, 53. C. Gwerder (A. Wey) 9:15, 54. C. Gwerder 10:15
Strafen: Vipers keine 2 Minuten / Red Devils M.-H. Altendorf 1Mal 2 Minuten
Aufstellung Vipers: Karin Appert (Barbara Inderbitzin); Adriana Wey, Corina Gwerder, Lana Kopp; Maria Flühler, Melinda Inderbitzin, Priska Bischof; Andrea Fässler
Bemerkungen: Vipers ohne Nicole Bünter, Tamara Gwerder (beide abwesend)