Mit dem richtigen Bein aufgestanden

Barbara Inderbitzin Damen 1

Der Saisonstart in der fast komplett neuen Gruppe ist den Damen der VIPERS durch und durch geglückt. Mit zwei Siegen im Sack durften sie von Cham zurückkehren. Und so auch mit ein paar Vorsätzen – denn die Motoren hatten dann doch noch nicht ganz Betriebstemperatur erreicht…

 

Harziger Anfang

In der ersten Spielhälfte gaben die aus der letzten Saison bestens bekannten Luzernerinnen den Takt vor: Ihnen gelang das erste Tor und auch den darauffolgenden Ausgleich der VIPERS überboten sie ziemlich schnell, ohne mit der Wimper zu zucken. Die VIPERS taten sich sehr schwer – unzählige Abschlüsse prallten am Torgehäuse ab, scheiterten an der wachen Torhüterin oder wurden durch einen unkontrollierten Pass gar nicht erst ausgelöst. Es harzte, wo es nur konnte und die Verzweiflung war der einen oder anderen Spielerin sichtlich ins Gesicht geschrieben. Nur, weil Priska Bischof noch kurz nach dem 1:2 so schnell reagieren konnte, gingen die beiden Teams dann mit Gleichstand in die Pause.

Nach der Pause löste sich der Knopf allmählich und die VIPERS nahmen das Zepter in die Hand. Adriana Wey und Corina Gwerder führten ihre Farben das erste Mal zum Vorsprung. Mit vier Feldspielerinnen, anstatt der Torhüterin, gingen die Gegnerinnen noch einmal voll aufs Ganze und kamen den VIPERS mit einem astreinen Schuss ins hohe Eck gefährlich nahe. Wieder war es Corina Gwerder, die nichts anbrennen liess und das Polster um ein weiteres Tor wachsen liess, um den letzten beiden Spielminuten wenigstens ein bisschen des Stressfaktors zu nehmen.

 

Stressige Schlussminuten

Das ebenfalls eher schmale Kader der Damen aus Spreitenbach war nicht minder parat, als die VIPERS. So kam es, dass auch dieses Team es schaffte, sie ins Hintertreffen zu bringen. Aber so sollte es nicht bleiben: Obwohl beide unzählige Male aufs Tor feuerten, dabei nicht gerade wenig Schienbeine, die Torhüter oder das Gehäuse trafen, kamen die InnerSchwyzerinnen ein bisschen besser weg und zogen bis zur 32. Spielminute mit vier Toren Abstand davon. Jede der sechs Feldspielerinnen kam zu ihren wertvollen Skorerpunkten. Dann aber leckten die Gegnerinnen Blut und stopften die Löcher, welche die VIPERS ihnen liessen – bis sie das Messer am Hals hatten und sich in letzter Minute durch Tamara Gwerders „Stängeli“ aus der selbstverschuldeten Misere winden konnten. Die Lungen brannten zwar, wie Melinda Inderbitzin nach dem Match bemerkte, die Motoren waren aber noch nicht richtig warmgelaufen; denn sonst sähe die Tordifferenz ansprechender aus.

 

Trotz der hektischen Schlussminuten in beiden Spielen agierten die VIPERS diesmal überraschend abgeklärt und brachten zwei Siege mit grossem Stolz ins Trockene. Nicht ganz typisch – denn auch schon haben sie genau dann die Nerven verloren, den Kopf hängengelassen und mussten als unglückliche Verliererinnen vom Feld. Diesmal war wohl jede der InnerSchwyzerinnen mit dem richtigen Bein aufgestanden.

 

Bereits in zwei Wochen gehts weiter: In der Turnhalle Brugglismatt in Zeiningen – am ziemlich oberen Zipfel des Kantons Aargau – warten die Gegnerinnen von Floorball Albis II und dem UHC Zugerland II. Mit einem scheuen Blick auf die aktuelle Tabellenlage ist sich die Equipe von Lukas Abegg nicht ganz sicher, was sie wohl erwarten wird. Noch in der letzten Saison waren die Damen aus dem Säuliamt diskussionslose Leaderinnen; diesmal wurde ihnen die Kappe geputzt und sie müssen als Tabellenletzte in die neue Saison starten. Welche Spielerinnen den VIPERS in der kommenden Runde wohl gegenüberstehen werden? Auch die Zugerinnen sind immer für eine Überraschung gut. Man darf gespannt sein! Langweilig wird es ganz sicher nicht!

 


Telegramm 1

Vipers InnerSchwyz – ESV Eschenbach  6:4 (2:2)
2. Liga Kleinfeld, Gruppe 3 / 9. Runde vom 24.09.2017
Röhrliberg, Cham
Tore: 5. ESV Eschenbach 0:1. 7. T. Gwerder 1:1. 13. ESV Eschenbach 1:2. 14. Bischof 2:2. 23. A. Wey (C. Gwerder) 3:2. 28. T. Gwerder (Bischof) 4:2. 30. T. Gwerder 5:2. 34. ESV Eschenbach 5:3. 38. ESV Eschenbach 5:4. 38. C. Gwerder 6:4.
Strafen: Vipers keine / ESV Eschenbach keine
Aufstellung Vipers: Barbara Inderbitzin (Karin Appert); Corina Gwerder, Maria Flühler, Adriana Wey; Tamara Gwerder, Melinda Inderbitzin, Priska Bischof
Bemerkungen: Vipers ohne Nicole Bünter, Lana Kopp, Andrea Fässler (alle abwesend)

 

Telegramm 2

Vipers InnerSchwyz – STV Spreitenbach  10:9 (3:1)
2. Liga Kleinfeld, Gruppe 3 / 9. Runde vom 24.09.2017
Röhrliberg, Cham
Tore: 6. STV Spreitenbach 0:1. 13. C. Gwerder (Flühler) 1:1. 19. A. Wey 2:1. 20. M. Inderbitzin (Bischof) 3:1. 22. STV Spreitenbach 3:2. 23. T. Gwerder 4:2. 23. STV Spreitenbach 4:3. 24. Flühler (A. Wey) 5:3. 26. A. Wey 6:3. 26. STV Spreitenbach 6:4. 31. C. Gwerder 7:4. 32. A. Wey (Bischof) 8:4. 34. STV Spreitenbach 8:5. 36. C. Gwerder (A. Wey) 9:5. 37. STV Spreitenbach 9:6. 38. STV Spreitenbach 9:7. 38. STV Spreitenbach 9:8. 39. STV Spreitenbach 9:9. 39. T. Gwerder 10:9.
Strafen: Vipers keine / STV Spreitenbach keine
Aufstellung Vipers: Karin Appert (Barbara Inderbitzin); Corina Gwerder, Maria Flühler, Adriana Wey; Tamara Gwerder, Melinda Inderbitzin, Priska Bischof
Bemerkungen: Vipers ohne Nicole Bünter, Lana Kopp, Andrea Fässler (alle abwesend)