Pleiten, Pech und Pannen zum Saisonstart

Stefan Fassbind Herren 2

Der zweiten Mannschaft der Vipers ist der Saisonstart gründlich missglückt. Gegen die keinesfalls übermächtigen Flippers-Tanachin S. Gottardo resultierte nach einer ganz schwachen Leistung eine ärgerliche 5:8-Niederlage. Insgesamt muss der gesamte Tag (inklusive An- und Rückreise) als Misserfolg abgestempelt werden.

Die Mannen von Spielertrainer Andreas Bünter traten die Reise zum ersten Saisonspiel mit einem sehr guten Gefühl an. Denn durch die Zuzüge von Amacher, Purtschert (beide vom Herren 1) und Zurfluh konnte man den Kader qualitativ und quantitativ verbessern und in sämtlichen Trainings trotz traditionell vielen Abwesenheiten sogar mit 3 Linien trainieren. Als wir uns nach der Durchfahrt durch den Gotthard Richtung Militärhalle am Fusse des Gotthardpasses aufmachten, begannen aber bereits die ersten Probleme. Der Zugang zur Militärkaserne war durch eine Barriere versperrt, deshalb mussten wir einen anderen Eingang suchen. Dabei agierte die Fraktion Rothenthurm etwas gar übermotiviert und fuhr bis zur alten Tremola-Strasse hinauf. Gerüchten zufolge wendete Steuermann Sascha Schuler seinen Flitzer gar erst auf der Passhöhe. Schlussendlich stellte sich heraus, dass wir doch durch die Barriere zur Halle gelangen konnten, ein vorbildlicher Soldat öffnete uns die Barriere nach unserer korrekten militärischen Anmeldung. Die Fahrt an der Kaserne und dem AV-Platz vorbei weckte bei einigen Spielern patriotische Gefühle und nun können auch die Dienstverweigerer wie Björn Ziegler oder Claudio von Euw endlich mit gutem Gewissen behaupten, einmal in ihrem Leben eine echte Militärkaserne betreten zu haben.

Mangelhafte Chancenauswertung im 1. Drittel

Zu Beginn des Spiels fehlte den Vipers aber dann trotz militärischer Umgebung der nötige Kampfgeist und das Heimteam ging in der 4. Minute in Führung. In der Offensive erarbeiteten sich die Talkessler in der Folge zwar einige hochkarätige Chancen, doch es dauerte bis zur 15. Minute ehe Schilter den ersten Vipers-Treffer erzielen konnte. In der Defensive zeigten sich die Vipers jedoch nachwievor anfällig auf Konter und mussten nur kurz darauf einen zweiten Gegentreffer hinnehmen. Doch Luca Zurfluh, der in den letzten Wochen nur wenig Diensttage im Vipers-Training absolvierte, beantwortete diesen Gegentreffer umgehend mit dem 2:2, welches gleichzeitig auch das Pausenresultat war. Aufgrund der Spielanteile wäre eine Führung der Vipers zwar verdient gewesen, General Bünter warnte allerdings, dass man sich im 2. Drittel in der Angriffsauslösung besser anstellen müsse als im 1. Drittel.

2. Drittel als Genickbruch

Doch von diesem guten Vorsatz war im 2. Drittel leider überhaupt nichts zu sehen, die Mannschaft präsentierte sich fahrig in der Angriffsauslösung und defensiv wohl noch unorganisierter als die Militaristen in der Kaserne. Bis zur 33. Minute musste die Mannschaft als Folge daraus 3 sehr ärgerliche Gegentreffer hinnehmen, welche eigentlich alle vermeidbar gewesen werden. Immerhin konnte Scharfschütze Raphael Carletti kurz vor der zweiten Drittelspause den 3:5-Anschlusstreffer erzielen. Es passte aber zur dilettantischen Vipers-Darbietung im 2. Drittel, dass die Flippers wenige Sekunden vor der Drittelspause noch einen sechsten Treffer erzielen konnten.
Im letzten Drittel war somit von allen Mannen eine klare Leistungssteigerung gefordert, ansonsten würde die erste Schlacht der neuen Saison definitiv verloren gehen. Immerhin gelang der Start ins letzte Drittel optimal, Mustersoldat Schilter konnte bereits kurz nach Wiederbeginn auf 4:6 verkürzen. In der Folge besassen die Vipers zahlreiche weitere Grosschancen, welche jedoch allesamt ausgelassen wurden. Deshalb kam es wie es kommen musste und die Hausherren konnten ihren Vorsprung in der Folge wieder ausbauen. Der Anschlusstreffer von Schilter kurz vor Spielende zum 5:7 erfolgte zu dann spät, die Flippers konnten wenige Sekunden vor Spielende in Überzahl gar noch einen weiteren Treffer zum 5:8-Schlussresultat erzielen. Der Hüne Björn „Adonis“ Ziegler sass zu diesem Zeitpunkt in der Kühlbox, weil er seinen massiven Körper in einem Zweikampf zu energisch eingesetzt hatte.

Insgesamt zogen die Vipers einen ganz schwachen Nachmittag ein und leisteten sich sowohl in der Offensive bei der Chancenauswertung als auch in der Defensive eindeutig zu viele Fehler. Bis zum nächsten Spiel wartet also noch genug Arbeit auf die Mannschaft, denn mit einer solchen Leistung wird man auch die nächsten Spiele nicht gewinnen können. Es bleibt zu hoffen, dass diese schwache Leistung der schlechten Tagesform geschuldet war. Dass es offensichtlich nicht der Tag der Vipers war, zeigte sich auch nach Spielschluss: Zuerst erhielt Christian Zufluh weder seinen bestellten Salat noch die bestellte Pizza und anschliessend war auch noch die Autobahneinfahrt in Airolo gesperrt, sodass die Rückkehr via Gotthardpass angetreten werden musste. Doch diese Hürde konnte im Gegensatz zum Spiel immerhin von allen Spielern gemeistert werden.

Telegramm

Vipers InnerSchwyz – Flippers-Tanachin S. Gottardo 5:8 (2:2/1:4/2:2)
Liga Grossfeld, Gruppe 3 / 1. Runde vom 24.09.2017
Palestra Bedrina Airolo, nicht viele Zuschauer
SR: G. Chiappella / M. Wyss
Tore: 4. Flippers 0:1, 15. Schilter (Amacher) 1:1, 16. Flippers 1:2, 17. Zufluh (Purtschert) 2:2, 22. Flippers 2:3, 23. Flippers 2:4, 33. Flippers 2:5, 38. Carletti (Kistler) 3:5, 40. Flippers 3:6, 41. Schilter (Steiner) 4:6, 50. Flippers 4:7, 59. Schilter (Amacher) 5:7, 60. Flippers 5:8
Strafen: Vipers 1x 2Min. / keine gegen Flippers-Tanachin S. Gottardo
Aufstellung Vipers: Risi; Amacher, Bünter, Carletti, Fassbind, Gwerder, Kistler, Purtschert, Schilter, Schuler, Steiner, von Euw, Ziegler, Zurfluh C., Zurfluh L
Bemerkungen: Vipers ohne Gschwind; Lindauer, Kopecky, Rickenbacher und Vokinger