Ärgerliche Niederlage fürs Zwei

Stefan Fassbind Herren 2

Die zweite Mannschaft der Vipers musste in der 4. Meisterschaftsrunde gegen den Leader aus Inwil-Baar eine schmerzhafte 4:5-Niederlage einstecken und verpasste dadurch den Sprung auf den Leaderthron.

Nach zwei Siegen und einer Niederlagen in den ersten 3 Saisonspielen waren die Vipers vor dieser Partie auf dem 2. Platz klassiert. Auch wenn die Tabelle mit Vorsicht zu geniessen war (infolge des Rückzugs von Hünenberg spielen sind nur noch 7 Mannschaften in der Gruppe eingeteilt, womit pro Runde immer ein Team spielfrei hat), durfte man bei dieser Affiche trotzdem von einem Spitzenkampf sprechen, denn Inwil-Baar grüsste nach zwei klaren Siegen ungeschlagen von der Tabellenspitze.

Tore zu Beginn Mangelwahre

Die Vipers stellten sich also auf einen harten Kampf ein und diese Prophezeiung traf dann auch tatsächlich ein, denn die weissen Indianer setzten die Talkessler von Beginn mit einem aggressiven Pressing unter Druck, wodurch die Vipers einige Probleme in der Angriffsauslösung bekundeten. Grundsätzlich standen sie defensiv aber einigermassen solide und konnten sich bei gelegentlichen Aussetzern auf ihren hellwachen Torhüter Gschwind verlassen. Somit schlurften die Akteure nach dem ersten Drittel torlos in die Katakomben, auch wenn sich die Indians insgesamt ein Chancenplus erarbeiten konnten.

Im zweiten Drittel wollten sich das Ensemble aus der Innerschwyz aber seinerseits auch vermehrt in der Offensive zeigen und dies gelang eigentlich gar nicht so schlecht, denn die Vipers konnten sich im Vergleich zum ersten Drittel definitiv steigern. Trotzdem mussten sie bei Spielmitte just in einer starken Phase nach einem Konter den ersten Gegentreffer hinnehmen. Davon liess sich das rote Ballett jedoch nicht aus der Ruhe bringen und reagierte kurz vor der zweiten Drittelspause im Stile einer Spitzenmannschaft: Zuerst spedierte Schilter das Spielgerät nach einem listigen Freistoss in die Maschen, kurz darauf konnte Christian Zurfluh seine Farben gar in Führung schiessen.

Führung konnte nicht gehalten werden

Wollten zu Beginn der Partie noch keine Tore fallen, so fielen sie zu Beginn des Schlussdrittels gleich reihenweise und die Führung wurde herumgereicht wie der Schnupf am Vorabend im Ausgang. «Laser Sash» Schuler und Purtschert konnten den Fehlstart ins Drittel korrigieren und innerhalb weniger Sekunden eine 2:3-Hypothek in einen 4:3-Vorsprung verwandeln. Doch leider hatte auch diese Führung nur ganz kurz Bestand, nur eine Zeigerumdrehung später war das Spiel nach einem ärgerlichen Eigentor der Vipers wieder ausgeglichen. Kurz vor Spielende konnte sich das nicht gerade souverän agierende Schiedsrichter-Duo doch noch durchringen, eine Zweiminutenstrafe auszusprechen. Leider konnte die goldene Chance auf die neuerliche Führung trotz einigen passablen Möglichkeiten im Powerplay nicht genutzt werden. Im Gegenteil: Kurz nach dem Powerplay erzielten die Gegner den Gamewinner zum 4:5. Das Anrennen der Vipers in den Schlussminuten war dann leider nicht mehr von Erfolg gekrönt und die Vipers mussten dem Gegner zum dritten Saisonsieg gratulieren.

Insgesamt wäre diese Niederlage sicherlich vermeidbar gewesen, denn die beiden Mannschaften agierten grösstenteils auf Augenhöhe und im letzten Drittel hätte die Partie auch ebenso auf die Seite der Vipers kippen können. Schlussendlich muss sich die Mannschaft aber an der eigenen Nase nehmen, da sie die Trümpfe im letzten Drittel mehrmals in der eigenen Hand hielten, die Führungen aber jeweils postwendend wieder verspielten. Doch glücklicherweise bietet sich bereits am nächsten Sonntag beim Heimspiel in Goldau eine nächste Chance.

 

Telegramm

Vipers InnerSchwyz – White Indians Inwil-Baar 4:5 (0:0/ 2:1/ 2:4)
3. Liga Grossfeld, Gruppe 3 / 4. Runde vom 29.10.2017
Sporthalle Hofmatt, Oberägeri, 37 Zuschauer
Tore: 30. Inwil-Baar 0:1, 37. Schilter (Amacher) 1:1, 39. Zurfluh C. (Lindauer) 1:2, 43. Inwil-Baar 2:2, 45. Inwil-Baar 2:3, 48. Schuler (Kistler) 3:3, 48. Purtschert (Vokinger) 3:4, 49. Inwil-Baar 4:4, 56. Inwil-Baar 4:5
Strafen: Vipers keine / Inwil-Baar 1x 2 Minuten
Aufstellung Vipers: Gschwind; Amacher, Bünter, Carletti, Fassbind, Föhn, Gwerder, Kistler, Kopecky, Lindauer, Purtschert, Schilter, Schuler, Steiner, Vokinger, Ziegler, Zurfluh C.
Bemerkungen: Vipers ohne Risi, von Euw, Rickenbacher, Zurfluh L.