Sieg zum Abschluss der Hinrunde

Stefan Fassbind Herren 2

Die zweite Mannschaft konnte im sechsten Meisterschaftsspiel der Saison den dritten Erfolg feiern. Durch den 6:3-Sieg gegen das Schlusslicht aus Tenero sind die Talkessler nach der Hälfte der Saison auf dem 4. Rang klassiert.

Die Ausgangslage vor dem letzten Spiel der Hinrunde präsentierte sich gegen das Tabellenschlusslicht aus Tenero relativ heikel: Bei einer Niederlage wäre der Vorsprung auf die Rote Laterne auf ein mickriges Pünktchen geschrumpft, bei einem Sieg hingegen würde man die Tessiner um 7 Punkte distanzieren. Man durfte also im Vorfeld der Partie getrost von einem kapitalen 6-Punktespiel sprechen. Dieses Unterfangen traten die Mannen von Spielertrainer Bünter mit einem Monsterkader von nicht weniger als 17 Feldspielern an, eine Zahl, von der Goalie Pädi Gschwind beim Herren 1 als Sportchef nur träumen kann.

Enge Angelegenheit in den ersten beiden Abschnitten

Doch leider bedeutet Masse nicht automatisch auch Klasse, dies mussten die Cordon Bleu-Liebhaber in den ersten Minuten auch erfahren, denn sie taten sich gegen das Schlusslicht in den ersten Minuten trotz optischer Überlegenheit und einer ersten Powerplay-Gelegenheit ziemlich schwer. Doch kurz nach dem Ablauf der Strafe verstaute Amacher den Ball aus spitzen Winkel ähnlich gekonnt im Tor wie er am Vorabend auch das kostenlose Hot Dog-Brot in der Küche seiner neuen Residenz verstaute. Doch leider hielt diese Führung nicht lange, lediglich eine Minute später konnten die Tessiner das Skore bereits wieder ausgleichen. In der Folge konnten sich die Talkessler einige gute Chancen erarbeiten, es dauerte jedoch bis zum Ende des Drittels, bis Captain Kistler seine Farben mit 2:1 in Führung schiessen konnte, die Matchuhr zeigte eine Spielzeit von 19.57 an. Getreu dem Motto „Zweimal ume Chreisel“ umkurvte der Burger King-Inspektor gekonnt das gegnerische Gehäuse und vollendete seine Einzelleistung mit einem platzierten Schuss.

Im zweiten Drittel büssten die Vipers ihre Überlegenheit aber etwas ein und hatten insbesondere in der Defensive zunehmend Mühe mit den aufsässigen Tessinern. Deshalb war es nicht wahnsinnig erstaunlich, dass Tenero nach einer ungenügenden Zuteilung in der Vipers-Hintermannschaft erneut ausgleichen konnte. Auch in der Folge präsentierten sich die Talkessler nicht immer allzu souverän, konnten jedoch kurz nach Spielmitte durch ein Solo von Fassbind wieder in Führung gehen. Doch auch diesmal konnte die Führung nicht lange gehalten werden, nur 5 Zeigerumdrehungen später konnte Tenero das Spiel durch einen Distanzschuss im Powerplay wieder ausgleichen. Somit war vor dem Schlussdrittel alles wieder ausgleichen, für einen Sieg war im letzten Drittel also eine klare Leistungssteigerung nötig.

Knopf löst sich im letzten Drittel

Und die Leistungssteigerung gelang dann auch tatsächlich. Auch wenn zu Beginn des Schlussabschnitts wieder einige hochkarätige Chancen ausgelassen wurden, blieben die Akteure (anders als in vergangenen Spielen) ruhig und konzentriert und konnten nach 6 Spielminuten durch ein Powerplaytor von Steiner wieder in Führung gehen. Wenn die Statistiken stimmen, handelte es sich dabei um das erste Powerplaytor dieser Saison, doch nach dem der Knoten nun geplatzt ist, dürfte die Powerplaymaschinerie in den nächsten Spielen kaum mehr aufzuhalten sein. Und endlich musste nach der Führung nicht gleich postwendend der Ausgleich hingenommen werden. Im Gegenteil: Nun waren die Ballvirtuosen aus dem Talkessler richtig in Fahrt und bauten die Führung durch einen Doppelschlag innert weniger als 30 Sekunden vom Doppeltorschützen Steiner und „Promille-Zuri“ Christian Zurfluh auf ein beruhigendes 6:3 aus. Damit war die Messe gelesen, die Vipers brachten den Sieg in den Schlussminuten relativ locker ins Trockene.

Nach dem Ende der Hinrunde sind die Vipers mit 3 Siegen und ebenso vielen Niederlagen auf dem 4. Platz und somit im Mittelfeld der Tabelle klassiert. Sämtliche Niederlagen waren relativ ärgerlich und wären grundsätzlich auch vermeidbar gewesen. Wenn diese dummen Fehler in der Rückrunde reduziert werden können, liegt die eine oder andere Rangverbesserung sicherlich noch im Bereich des Möglichen. Das nächste Spiel findet bereits am nächsten Sonntag im Tessin gegen die Flippers statt. Bleibt zu hoffen, dass der vorabendliche „Adventsfletz“ im Gaswerk von den Spielern nicht allzu wörtlich genommen wird.

Telegramm

Vipers InnerSchwyz – UH Team Tenero 6:3 (2:1/ 1:2/ 3:0)
3. Liga Grossfeld, Gruppe 3 / 6. Runde vom 03.12.2017
Waldmannhalle, Baar, 12 Zuschauer
SR: G. Chiappella, M. Wyss
Tore: 9. Amacher 1:0, 10. Tenero 1:1, 20. Kistler 2:1, 23. Tenero 2:2, 32. Fassbind 3:2, 37. Tenero 3:3, 46. Steiner (Carletti) 4:3, 52:05 Steiner (Amacher), 52:33 Zurfluh C. (Kistler) 6:3
Strafen: Vipers 3x 2min / Tenero 3x 2min
Aufstellung Vipers: Gschwind; Amacher, Bünter, Carletti, Fassbind, Föhn, Gwerder, Kistler, Kopecky, Lindauer, Rickenbacher, Schilter, Schuler, Steiner, Vokinger, Ziegler, Zurfluh C, Zurfluh L.
Bemerkungen: Vipers ohne Risi; Purtschert, von Euw.