Ärgerliche Niederlage fürs Zwei

Stefan Fassbind Herren 2

Die zweite Mannschaft der Vipers verliert das wichtige Spiel um den 2. Tabellenplatz gegen die Oberägeri Chillers unglücklich mit 6:7. Ausschlaggebend für diese bittere Niederlage waren die ungenügenden ersten 25 Minuten.

Der Unihockeygott meinte es an diesem Sonntag wahrlich nicht allzu gut mit den Vipers und dies fing bereits am frühen Sonntagmorgen an: Da der Match in Losone bereits um 10 Uhr angepfiffen wurde,  besammelte sich das aufgrund von Fasnacht und anstehenden Prüfungen arg geschmolzene Grüppchen von 12 Feldspielern bereits um 6.45 am Morgen in Brunnen. „Herrgotsfrüeh“, wie Social Media-Influencer Sascha Schuler seiner Instagram-Community anschliessend treffend mitteilte.

Extrem effizienter Gegner

Beide Mannschaften schienen dann bei Spielbeginn auch noch nicht ganz ausgeschlafen zu sein und gingen die ersten Spielminuten relativ gemächlich an. Umso bitterer war dann natürlich, dass der erste Torschuss der Ägerer sogleich im Vipers-Gehäuse einschlug. Dieser Umstand passte dem Herren 2-Urgestein Sascha Schuler jedoch gar nicht, weshalb sich der Verteidiger mit in den Angriff einschaltete und in bester Stürmermanier zum 1:1 ausgleichen konnte. Auf die allseits erwartete Babyschaukel verzichtete er beim Torjubel aber leider. Kurz darauf bot sich den Talkesslern in Überzahl dann die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Doch es kam ganz anders: Ein gegnerischer Spieler konnte entwischen und erwischte dann auch noch Torhüter Gschwind, 2:1 für die Chillers. Und es sollte noch schlimmer kommen für die Vipers: 6 Sekunden vor dem Drittelsende konnten die Ägerer ein weiteres Mal von einer defensiven Unzulänglichkeit der Talkessler profitieren und auf 3:1 erhöhen. Kurz zusammengefasst, kann man also von einem rabenschwarzen Drittel der Vipers sprechen.

Und der Start ins zweite Drittel sollte nicht besser werden: In der Defensive zeigten sich die Innerschwyzer weiterhin sehr fehleranfällig und die extrem kaltblütigen Chillers nahmen diese Geschenke dankend an und erhöhten mit ihrem fünften richtigen Torschuss auf 5:1. Der bedauernswerte Torhüter Pädi Gschwind beendete nach diesem Gegentreffer seinen Arbeitstag und machte Lukas Risi Platz. In der Folge fanden die Vipers dann endlich zu ihrem Spiel und schnürten die Chillers immer mehr ein. Steiner erzielte in Unterzahl den zweiten Vipers-Treffer und Amacher brachte die Hoffnung mit seinem 3:5 kurz vor Drittelsende definitiv wieder zurück.

Aufholjagd wird nicht belohnt

Im letzten Drittel waren die Vipers weiterhin die tonangebende Mannschaft, wurden in ihrer Aufholjagd jedoch immer wieder durch fragwürdige Strafen des wenig souveränen Schiedsrichtergespanns gebremst. Trotzdem konnte die Mannschaft von Spielertrainer Andreas „Buntnaldo“ Bünter den Rückstand 10 Minuten vor Schluss durch einen Weitschuss von Amacher auf 4:5 verringern. Nach einem verschossenen Penalty der Chillers in der 52. Minute schien das Momentum definitiv auf die Seite der Vipers zu kippen, allerdings mussten die Innerschwyzer mit jeder verstrichenen Minute mehr Risiko eingehen. Die Chillers konnten den sich ihnen bietenden Raum dann gut 3 Minuten vor Schluss nutzen und die Führung wieder auf 2 Tore ausbauen. Auf diesen neuerlichen Nackenschlag hatten die Talkessler jedoch eine postwendende Antwort bereit und verkürzten nur 15 Sekunden später durch Schilter auf 5:6. Kurz darauf wurde jedoch eine weitere Strafe gegen die Vipers ausgesprochen, welche die Aufholjagd der Vipers natürlich jäh bremste. Nun waren die Taklessler gezwungen, auch in Unterzahl offensiv zu agieren und mussten prompt einen weitern Gegentreffer zum 7:5 hinnehmen, womit die Partie entschieden war. Der Treffer zum 6:7 mit der Schlusssirene war nur noch Resultatkosmetik.

Durch diese ärgerliche Niederlage müssen die Vipers die Chillers in der Tabelle vom vorbeiziehen lassen und rutschen gar vom 2. auf den 4. Platz ab.

Telegramm
Vipers InnerSchwyz – Oberägeri Chillers 6:7 (1:3/ 2:2/ 3:2)
3. Liga Grossfeld, Gruppe 3 / 9. Runde vom 14.01.2018
Caserma, Losone, 3 Zuschauer
SR: A. Locatelli, N. Cereda
Tore: 6. Chillers 0:1, 16. Schuler (Kistler) 1:1, 18. Chillers (Powerplay Vipers!) 1:2, 20. Chillers 1:3, 22. Chillers 1:4, 25. Chillers 1:5, 31. Steiner (Powerplay Chillers!) 2:5, 40. Amacher (Steiner) 3:5, 50. Amacher (Bünter) 4:5, 56.21 Chillers 4:6, 56.36 Schilter (Bünter) 5:6, 59. Chillers (Powerplay Chillers) 5:7. 60. Vipers 6:7
Strafen: Vipers 5 x 2min / Chillers 2 x 2min
Aufstellung Vipers: Gschwind (28. Risi); Amacher, Bünter, Carletti, Fassbind, Gwerder, Kistler, Kopecky, Lindauer, Rickenbacher, Schilter, Schuler, Steiner.
Bemerkungen: Vipers ohne Föhn, Purtschert, Vokinger, von Euw, Ziegler, Zurfluh C., Zurfluh L. – ab 28. Risi für Gschwind, 52. Chillers verschiessen Penalty.