Knappe Niederlage gegen den Leader

Stefan Fassbind Herren 2

Die zweite Mannschaft der Vipers verliert das Spiel gegen den unangefochtenen Tabellenführer aus Baar trotz ansprechender Leistung mit 5:6. Dennoch gibt es zwei positive Aspekte von diesem Sonntag: Den grandiosen 20. Grand-Slam-Sieg von Roger Federer und die Tatsache, dass die Tessin-Reisen nun beendet sind.

Bereits zum vierten Mal in Serie mussten die Mannen von Spielertrainer Andreas „Buntnaldo“ Bünter für ein Spiel in der Sonnenstube der Schweiz antreten, diesmal in Agno in der Nähe von Lugano. Das schlimmste an der Sache: Aufgrund der fast zweistündigen Fahrzeit nach Agno konnte nicht der ganze Final von King Roger bei den Australian Open zu Hause verfolgt werden, die Sätze 3-5 mussten somit im Auto verfolgt werden. Für die ganz hartgesottenen Federer-Fans (Namen der Redaktion bekannt) wie auch für die Chauffeure dieser Hardcore-Fans keine einfache Sache. Doch das Mitfiebern und Leiden lohnte sich ja bekanntlich, auch wenn schon einige Nerven bereits auf dem Weg ins Tessin liegen gelassen wurden.

Sehr gutes erstes Drittel

Bis zum Spielbeginn zeigten sich die Akteure von diesem Krimi jedoch bereits bestens erholt, der Start in die Partie gelang den Talkesslern wunschgemäss. Zwar verzeichnete der Tabellenführer aus Baar im ersten Drittel mehr Ballbesitz, die Vipers verteidigten jedoch clever und liessen nur wenige Chance zu. Und bei eigenem Ballbesitz präsentierten die Fasnächtler aus dem Talkessel einige sehenswerte Angriffe und waren vor dem Tor gar etwas zwingender als die Albino Indianer als Baar. Einen solchen Angriff konnte Remo Steiner zur 1:0-Drittelsführung veredeln.

Der Start ins Mitteldrittel gelang dem Zwei dann jedoch leider nicht mehr wunschgemäss. Baar legte im Angriff einen Zacken zu und die Vipers-Akteure konnten die gefährlichen Weitschüsse im Gegensatz zum ersten Drittel nicht mehr so konsequent blocken. Und weil schwache Phasen der Talkessler in dieser Saison scheinbar immer mit einer Gegentorflut bestraft werden, hiess es nach 29 Minuten plötzlich 3:1 für die Baarer. In der Folge erspielte sich die Furja Roja zwar eine Vielzahl von guten Torchancen, im Abschluss eiferten sie aber zu häufig Roger Federer nach: Sie schlugen die Bälle übers statt ins Netz.

Aufholjagd wird nicht belohnt

Somit mussten die Talkessler das letzte Drittel mit einer 1:3-Hypothek beginnen. In der 47. Minute konnten die Vipers den Rückstand dann durch eine von Stefan Föhn abgefeuerte Rakete halbieren. Wie bei Roger Federer kann man bei Föhn definitiv von „Oldie but Goldie“ sprechen. Kurz darauf wurde dann allerdings eine fragwürdige Strafe gegen die Vipers ausgesprochen, welche dann prompt mit dem 4:2 der Baarer bestraft wurde. Dieser Treffer brachte die Talkessler leider kurzzeitig aus dem Konzept und der Rückstand vergrösserte sich bis zur 55. Spielminute auf 2:6. Doch wie so oft in dieser Saison präsentierten sich die Cordon Bleu-Liebhaber als Stehaufmännchen und schafften durch die Treffer von Rickenbacher, Schilter und Fassbind innerhalb von lediglich zwei Minuten bis zur 58. Minute wieder den Anschluss. In den verbleibenden Minuten wollte der Ausgleich jedoch auch ohne Torhüter nicht mehr gelingen.

Trotz einer insgesamt guten Teamleistung musste man sich dem Tabellenführer aus Baar somit knapp mit 5:6 geschlagen geben. Bereits am nächsten Samstag bietet sich dem Zwei in der heimischen Lücken-Halle aber die nächste Möglichkeit auf einen Punktezuwachs. Mit dem kommenden Gegner aus Uri haben die Vipers nach der Heimniederlage im ersten Aufeinandertreffen definitiv noch eine Rechnung offen.

Telegramm

Vipers InnerSchwyz – White Indians Inwil-Baar 5:6 (1:0/ 0:3/ 4:3)
3. Liga Grossfeld, Gruppe 3 / 10. Runde vom 28.01.2018
Scuola Media Serocca d‘ Agno, Agno, 0 Zuschauer SR: E. Fritschi, R. Lombardini
Tore: 9. Steiner (Schilter) 1:0, 23. Baar 1:1, 25. Baar 1:2, 29. Baar 1:3, 47. Föhn (Fassbind) 2:3, 49. Baar (Ausschluss Vipers) 2:4, 52. Baar 2:5, 55. Baar 2:6, 56. Rickenbacher (Carletti) 3:6, 57. Schilter 4:6, 58. Fassbind (Föhn) 5:6
Strafen: Vipers 1 x 2min / Baar 1 x 2min
Aufstellung Vipers: Risi; Bünter, Carletti, Fassbind, Föhn, Kistler, Kopecky, Lindauer, Rickenbacher, Schilter, Schuler, Steiner, Ziegler, Zurfluh L.
Bemerkungen: Vipers ohne Gschwind; Amacher, Gwerder, Purtschert, Vokinger, von Euw, Zurfluh C. – Vipers ab 58.50 ohne Torhüter