Rigi-Derby gewonnen

Barbara Inderbitzin Damen 1, Spielberichte

Weil die VIPERS höherklassig waren, mussten sie die kurze Reise nach Weggis antreten. Das Ziel dieses Montagabends war von Anfang an klar: Die Drittligisten-Damen des HC Weggis-Küssnacht schlagen und sich so den Sieg im Rigi-Derby einmal mehr holen. Die letzte Direktbegegnung mit den Weggiserinnen liegt nämlich schon eine Weile zurück: In der Saison 2013/14 spielten die VIPERS das letzte Mal in der selben Gruppe und bodigten sie beide Male. Beste Voraussetzungen also für ein Cupspiel, bei dem ein Verlust das Aus bedeuten würde.

 

Früh abgehängt

Derart schnell kommen die VIPERS eigentlich selten aus den Startllöchern – diesmal taten sie das aber ziemlich vorbildlich. Tamara Gwerder, Lana Kopp und Andrea Fässler brachten die Farben der VIPERS innert 10 Minuten mit vier Toren in Führung. Obwohl sie auch einen Gegentreffer hinnehmen mussten und dies der einzige Moment war, in welchem sich die in pink eingekleideten Gegnerinnen einen Dreitoreabstand verschaffen konnten, war es nie wirklich gefährlich. Im Gegenteil: Nach dem ersten Drittel des Spiels lagen die InnerSchwyzerinnen mit einem komfortablen Zwischenresultat von 8:2 vorne.

 

Einstand und Comebacks geglückt

Obwohl im Mitteldrittel auf beiden Seiten die Puste ein wenig auszugehen schien, tat dies der Führung keinen Abbruch. Spätestens dann, als Tamara Gwerder das „Stängeli“ während des zugesprochenen Powerplays Tatsache werden liess, war man sich in den Reihen der VIPERS ziemlich sicher, dass dies ein siegreicher Abend werden würde. Dass das letzte Drittel dann sogar mit einem 5:0 gewonnen werden konnte, war schliesslich das Tüpfelchen auf dem i. Und wer ins Archiv geschaut hat, konnte etwas feststellen: Schon vor einem Jahr, in der ersten Cuprunde, holten die VIPERS einen 17:4-Sieg nach Hause. Damals zwar gegen die Damen von Eintracht Beromünster, ebenfalls ein Drittligist, aber nicht minder stolz.

Alle drei aufgestellten Linien der VIPERS funktionierten wie am Schnürchen. Mirjam Schneeberger, die sich zu Beginn des Jahres das erste Mal an den Unihockeystock gewagt hatte, überzeugte insgesamt mit drei Torerfolgen von sich und lehrte die Gegnerinnen mit ihrem Kampfgeist das Fürchten. Tanja Helfenstein, die Neuzuzügerin von Unihockey Ruswil, zeigte ebenfalls eindrücklich, was in ihr steckt und haute zwei Mal den Ball ins Netz. Diese beiden Kämpferinnen konnten also ihren Einstand im Damenteam als ziemlich geglückt resümieren. Aber nicht nur sie; auch Daniel „Dänu“ Anderegg, der seit dieser Saison neu mit Lukas Abegg an der Bande steht, dürfte erleichtert gewesen sein über seinen ersten Erfolg mit dem Team. Ausserdem feierten Zwei ihr Comeback: Carina Wey und Andrea Amstad sind zurück und konnten mit ihrer Erfahrung das Spielgeschehen in die richtigen Bahnen lenken! Eindeutige Überfliegerin des Matches war die junge, wilde, aber routinierte Tamara Gwerder, die sich sechs Tore und einen Assist gutschreiben lassen konnte.

 

Neues Trikot

Umso schöner ist der Erfolg, weil er im nigelnagelneuen Trikot gefeiert werden durfte. Möglich machten das die grosszügigen Sponsoren der blattmann und odermatt ag (B&O Küchenbau und Schreinerei), Morgarten/Oberägeri; D.W.F. Holzbau AG, Immensee; Rolf Bühlmann Spenglerei und Flachbedachungen AG, Immensee und Thomas Schuler Transport und Muldenservice, Rothenthurm. Mit den Logos dieser bodenständigen Unternehmer auf dem Dress machen die Damen der VIPERS eine gute Falle in zahlreichen Sporthallen der Schweiz! Herzlichen Dank – wir werden euch nicht enttäuschen!

 

 

Als nächster Cup-Knaller wartet folgende Partie: Die VIPERS werden im August gegen altbekannte Gegnerinnen antreten. Weil die Red Devils March-Höfe-Altendorf vergangenen Mittwoch ihr erstes Cupspiel gegen den UHC Red Devils Root gewonnen haben, werden sie als nächstes auf die InnerSchwyzerinnen treffen – wie schon genau ein Jahr zuvor. Damals gingen die Märchlerinnen als Siegerinnen hervor. Die VIPERS hatten aber schon dort Blut geleckt und sind heiss auf eine Revanche, die zu ihren Gunsten ausgehen wird!

 

 


Telegramm 

Vipers InnerSchwyz (2.Liga KF) – HC Weggis-Küssnacht (3.Liga KF) 17:4 (8:2, 4:2, 5:0)
Ligacup Damen, 1/64-Final. 18.06.2018, 20.00 Uhr. Sporthalle Dörfli, Weggis LU. SR: Tobias Segmüller.
Tore: 2. Fässler 1:0. 2. T. Gwerder 2:0. 4. Kopp 3:0. 9. T. Gwerder (Kopp) 4:0. 10. HC Weggis-Küssnacht  4:1. 10. T. Gwerder 5:1. 14. Helfenstein 6:1. 14. A. Wey 7:1. 17. Schneeberger 8:1. 19. HC Weggis-Küssnacht 8:2. 24. HC Weggis-Küssnacht 8:3. 26. T.Gwerder (Kopp) 9:3. T. Gwerder (A. Wey) 10:3. 36. HC Weggis-Küssnacht 10:4. 39. A. Wey 11:4. 40. Flühler 12:4. 43. T. Gwerder (Inderbitzin) 13:4. 45. Schneeberger 14:4. 53. Schneeberger (Fässler) 15:4. 55. Helfenstein (A. Wey) 16:4. 57. Kopp (T. Gwerder) 17:4.
Strafen: Vipers keine Strafminuten / HC Weggis-Küssnacht 1 Mal 2 Minuten
Aufstellung Vipers:
Karin Appert (Barbara Inderbitzin); Tamara Gwerder, Lana Kopp, Andrea Fässler; Andrea Amstad, Maria Flühler, Mirjam Schneeberger; Tanja Helfenstein, Adriana Wey, Carina Wey
Bemerkungen: Vipers ohne Nicole Bünter (Pause), Melinda Inderbitzin (rekonvaleszent), Corina Gwerder (Ferien), Priska Bischof (z’Alp)