Ärgerliche Niederlage fürs Zwei

Martin Gwerder Herren 1

Am Schwyzer Chilbiweekend beziehen die Jungs von Spielertrainier Andreas „Buntnaldo“ Bünter gegen Floorball Uri eine 4:5 Niederlage nach Penaltyschiessen.

1. Drittel: Ein Fehlstart nach Mass

Die Vorzeichen vor dem Meisterchaftsspiel gegen unsere Urner Nachbarn lagen bei anderen Kräftemessen schon deutlich besser, obwohl die Cordonbleu-Truppe mit 15 Feldspielern antreten konnte. Dies lag vor allem daran, dass die meisten Akteure am Vorabend an der allseits bekannten Schwyzer Chilbi anzutreffen waren. Leider machte sich dieser Umstand zu Spielbeginn auch gleich bemerkbar. So schlug der Ball nach einem unnötigen Ballverlust schon in der zweiten Minute im Tor von Torhüter Risi ein. Fatalerweise ging es auch im gleichen Stil weiter und die Urner konnten bis zur 13. Minute mit einer wahnsinnigen Treffsicherheit mit 0:3 davonziehen. Es drohte sich bereits ein Après-Chilbi Desaster anzubahnen. Doch genau in diesem Moment konnte Lukas „die Pferdelunge“ Rickenbacher mit einem wunderbaren Distanzschuss das Score für die Vipers auf 1:3 verkürzen. Dieses Tor war dann auch der positive Abschluss eines schwachen Drittels für die Talkessler.

Wende im 2. Drittel

Nach der ersten Pause war für die wackeren Schwyzer Partylöwen klar, dass es so nicht weitergehen konnte. Mit neuer Zuversicht wollte man sofort den Weg zurück ins Spiel finden. Die erstarkten Vipers konnten auch mehr Druck erzeugen. Jedoch waren es wieder die Stiere aus dem Urnerland, welche mit einem Sonntagsschuss das erste Tor im zweiten Drittel erzielen konnten. Dies brachte die Vipers keineswegs aus dem Tritt und sie stürmten unbeirrt weiter an. In der 30 Minute konnte Andreas „schneller als der Ball“ Kistler den Urnern enteilen und zum 2:4 Anschlusstreffer einnetzen. Der Pass kam von Pascal „de Füürwehrmaa“ Lindauer, welcher sich auch in der nächsten Aktion in Szene setzen sollte. Auf Pass von Christoph Gwerder konnte er in der 38 Minute weiter verkürzen. Für Lindi ist dies im Vergleich zum letzten Jahr bereits eine Verdoppelung seiner Punkteausbeute. An dieser Stelle sind wir gespannt, wohin sich die Reise des Urlauerzers im Schwyzer Exil entwickeln wird. Unser Abwehrpatron Raphael Carletti konnte sogar eine Minute später zum umjubelten Ausgleichtreffer einschiessen. Mit diesem fulminanten Schlussspurt hatte sich das Momentum auf die Schwyzer Seite verschoben.

Hoher Druck kein Ertrag

Die Vipers vermochten sich im letzten Drittel noch ein wenig zu steigern und rannten unentwegt gegen das Urner Tor an. Mittlerweile vermochten die Talkessler das Spiel klar zu dominieren und sie erarbeiteten sich diverse Chancen. Jedoch scheiterten sie entweder an der Torumrandung, am eigenen Unvermögen oder dem starken Urner Schlussmann. Trotz klarem Chancenplus der Vipers fiel im letzten Drittel kein weiteres Tor.

Verlängerung und Penaltyschiessen

Die Verlängerung bot keine grossen Highlights mehr. Torhüter Lukas „Risardo“ Risi wurde noch zu einer Glanztat gezwungen, nachdem er lange Zeit ohne richtige Beschäftigung war. Im Penaltyschiessen musste schliesslich die Entscheidung fallen. Für die Vipers war einzig Christoph Gwerder mit einem strammen Schuss ins rechte Eck erfolgreich, während die Urner zweimal reüssieren konnten. So war am Ende die unnötige Niederlage besiegelt und die Tabellenführung vorläufig verloren. Trotz dieser Niederlage werden Bünters Jungs auch in den nächsten Spielen wieder alles daran legen, damit sie zurück in die Erfolgsspur kommen. Moral hatten sie mit ihrer Aufholjagd bereits gezeigt. Im nächsten Spiel werden sie dann auch wieder auf die Dienste der Koryphäe unter den Berichtschreibern Stefan Fassbind zählen können.