Die Hoffnung lebt

Peter Gasser Herren 1

Mit einer grossartigen kämpferischen Leistung schlagen die Vipers den Leader Jona-Uznach mit 7:6 nach Verlängerung.

Da Herisau in Luzern 6:1 gewonnen hatte, war bereits vor Spielbeginn klar, dass nur ein Sieg über den Leader die Playoff-Hoffnungen der Vipers am Leben halten würden. Die Innerschwyzer hielten dem Druck stand und lieferten eine taktische und kämpferische Topleistung ab. Sie liessen sich auch durch vier Gegentore innerhalb von 83 Sekunden nicht aus dem Konzept bringen und brachten den geforderten Sieg in der Verlängerung ins Trockene. Damit haben sie am Sonntag (19.00 Uhr, MZG Rothenthurm) im letzten Qualifikationsspiel immer noch die Chance, den achten Tabellenplatz zu erobern. Dafür braucht es aber einen Sieg über den Tabellendritten Zürisee und viel Schützenhilfe von Basserdorf gegen Herisau.

Mit „Reduit-Taktik“ zum Erfolg

Das Schwyzer Trainergespann schickte ihr Team mit einer „Reduit-Taktik“ ins Spiel gegen den Tabellenführer Jona-Uznach. Die Vipers stellten eine kompakte Box und überliessen dem Gegner die Spielgestaltung komplett. Die Rechnung ging für die Innerschwyzer auf: Jona kam kaum zu Abschlüssen oder blieben immer wieder an einem Block hängen. Bei Ballgewinnen spielten die Vipers schnell und geradlinig nach vorne. Bachmann und Koller sorgten für eine 2:0 Führung nach 20 Minuten, Marco Regli und Heinzer bauten diese im Mitteldrittel auf 4:0 aus. Kurz vor Drittelsende gelang dem Leader durch eine von einem Vipers-Verteidiger abgelenkte Hereingabe der erste Treffer. Eine Viertelstunde vor Schluss versenkte auch Gwerder einen Konter in den Maschen und stellte den Viertoreabstand wieder her. Jona forcierte die besten Kräfte und fand plötzlich die gewünschten Lücken. Nachdem Mattsson in der 49. Minute das 2:5 gelang, machten die Flames mit vier Toren innerhalb von 84 Sekunden die Wende perfekt. Die Vipers gaben sich aber nicht geschlagen und ersetzten den Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler. Und tatsächlich belohnte Verteidiger Forster sein Team für den enormen Aufwand und glich die Partie wieder aus. So musste die Verlängerung darüber entscheiden, ob die Vipers am Sonntag noch eine Chance bekommen würden, Herisau zu überholen. Zum sechsten Mal in dieser Saison waren die Vipers in der Extrazeit erfolgreich, zum fünften Mal hiess der Torschütze Marco Bachmann.

Jona-Uznach Flames – Vipers InnerSchwyz 6:7 n.V. (0:2/1:2/5:2/0:1)

1. Liga Grossfeld, 21. Runde

Sporthalle Grüenfeld, Jona / 126 Zuschauer

SR: Braunwarth/Zollinger

Tore: 4. Bachmann 0:1. 13. Koller (Bachmann) 0:2. 35. Marco Regli (Klimscha) 0:3. 37. Heinzer (Koller) 0:4. 40. Schläppi (Eigentor Manuel Regli) 1:4. 46. Gwerder 1:5. 49. Mattsson (Bernet) 2:5. 54. (53.13) Benjamin Jud (Pulliainen) 3:5. 54. (53.25) Pulliainen (Benjamin Jud) 4:5. 54. (53.59) Mattsson (Bernet) 5:5. 55. (54.36) Broder (Pulliainen) 6:5. 59. Forster (Koller, Vipers ohne Torhüter) 6:6. 62. Bachmann (Koller) 6:7.

Strafen: Jona keine / Vipers 2mal 2 Min.

Aufstellung Vipers: Näpflin; Purtschert, Smida; Auf der Maur, Forster; Manuel Regli, Gerber; Marco Regli, Klimscha, Schuler; Gwerder, Koller, Bachmann; Huser, Heinzer, Lüönd; Niederberger, Grispino, Mailänder

Bemerkungen: Vipers ohne Horath (Ersatztorhüter), Amacher, Furger, Bitterli. Best Players Pulliainen (Jona) und Bachmann (Vipers).