Versöhnlicher Saisonabschluss

Barbara Inderbitzin Damen 1, Spielberichte

Die Saison 2018/19 schien schon von Beginn an unter einem guten Stern zu stehen: Im September setzten sich die Damen der VIPERS bereits vorne an der Tabelle fest – was nun auch bis zum Meisterschaftsende so geblieben ist. Mit dem dritten Rang beendet das Team des Trainergespanns Abegg und Anderegg eine Saison, die an Spannung, fantastischen Spielzügen und beeindruckender Teamarbeit; aber ebenso nagenden Tiefpunkten fast nicht zu überbieten ist.

Leaderinnen entthront

An die VIPERS mussten die Richterswilerinnen in dieser Saison ein erstes Mal Punkte abgeben – dennoch schafften die InnerSchwyzerinnen es nicht, tabellenmässig an ihren Konkurrentinnen vorbeizuziehen. Die zweitletzte Partie der Saison gegen ebendiese Zürcherinnen bot aber noch einmal die Gelegenheit dazu…
Das Spiel startete zwar mit viel Dynamik, cleveren Spielzügen und Pfiff – auf das erste Tor musste man aber sieben Minuten warten. Wie schon in der Vorrunde, zeichneten sich die Gwerder-Schwestern auch hier wieder dafür verantwortlich. Ein Weitschuss setzte die Partie drei Minuten später wieder auf Null zurück. Tamara Gwerder wäre aber nicht sie selbst, wenn sie kurz nach dem Anpfiff für die zweite Spielhälfte nicht noch einen Doppelschlag ins Netz hämmern würde, um ihr Team im Spiel zu halten. Der Schlagabtausch blieb äusserst spannend – das Heimteam liess es nicht unversucht, mit einer vierten Feldspielerin – anstelle des Goalies – den Druck zu erhöhen. Adriana Wey bestrafte dies aber mit ihrem Treffer ins leere Tor. Die VIPERS gaben ihre Führung somit nie mehr aus der Hand und bodigten Greenlight ein zweites Mal!
…aber eben: Die oben genannte Gelegenheit wurde von den VIPERS zwar am Schopf gepackt, im zweiten Spiel des Tages haben sie jedoch wieder losgelassen.

Das Glück aufgebraucht

Beim Blick zurück schaudert es einen doppelt: In den letzten 20 Sekunden mussten die VIPERS einen Punkt an den UHC Wolhusen abtreten. Und: Dieses Rückrundenspiel glich jenem der Vorrunde fast aufs Haar! Nur hatten sich die VIPERS diesmal ihre Glückssträhne selber abgebrochen…
Im Hintertreffen waren die InnerSchwyzerinnen nämlich nie – im Gegenteil: Sie lagen zwischenzeitlich mit drei Toren vorne. Als hätten sie sich das Tiki-Taka der Spanischen Fussballer einverleibt, kreierten sie mit kurzen Pässen, schnellen Angriffen und präzisen Schüssen gefährliche Situationen vor dem Luzerner Tor. Das schönste Beispiel war jenes, als eine klare Torchance vereitelt worden war – die VIPERS dennoch am Ball blieben, mit einer vierten Feldspielerin und einem atemberaubenden Pass-Zick-Zack den Vorteil nutzten und kurz vor der Pause zum 5:2 einschieben konnten. Die Wolhuserinnen liessen aber nicht locker – erst recht nicht fünf Minuten vor Abpfiff des Matches! So starteten die Luzernerinnen ihren wirksamen Schnellangriff und trieben die VIPERS mit ihrem 4:3-Spiel dermassen in die Enge, dass sie drei Treffer landen konnten – wie schon in der Vorrunde! Doch diesmal reichte das Polster und auch die Aufmerksamkeit nicht mehr, um beide Punkte über die Zeit zu retten. Mit einem unbefriedigenden Unentschieden schlossen die VIPERS die Saison ab und weilen – obwohl Greenlight auch ihren letzten Ernstkampf des neunten und letzten Spieltages verloren hatten – immer noch auf dem dritten Rang.

Auch wenn das allerletzte Meisterschaftsspiel mit einem Punkt weniger ausging, sind die Damen der VIPERS sehr zufrieden. Angesichts des Steigerungslaufes, den sie alleine in dieser Saison auf die Hallenböden der Schweiz gelegt haben, dürfen sie das auch sein. Es war kein Steigerungslauf, bei dem es um die Lage auf der Tabelle ging; sondern einer, der die technischen, taktischen und mentalen Fähigkeiten jedes einzelnen Teammitglieds betrifft.
Die Saison 2018/19 ist zu Ende und die Damen legen eine wohlverdiente Pause ein, bevor sie sich wieder aufs Neue ans Werk machen werden – mit einem Kader, das fast unverändert bleibt und einem Trainergespann, das noch einige unverwirklichte Pläne hegt.



Telegramm 1
VIPERS InnerSchwyz – Greenlight Richterswil 7:4 (4:2)
2. Liga Kleinfeld, Gruppe 4 / 9. Runde vom 17.03.2019
Schulhaus Boden, Richterswil
Tore: 7. C. Gwerder (T. Gwerder) 1:0. 10. Greenlight Richterswil 1:1. 21. T. Gwerder 2:1. 23. T. Gwerder 3:1. 25. Greenlight Richterswil 3:2. 25. Flühler (T. Gwerder) 4:2. 31. Greenlight Richterswil 4:3. 36. Bischof (Bünter) 5:3. 37. C. Gwerder (T. Gwerder) 6:3. 38. A. Wey 7:3. 40. Greenlight Richterswil 7:4.
Strafen: VIPERS keine Strafe / Greenlight Richterswil keine Strafe
Aufstellung VIPERS: Barbara Inderbitzin (Karin Appert); Maria Flühler, Corina Gwerder, Tamara Gwerder; Lana Kopp, Tanja Helfenstein, Adriana Wey; Nicole Bünter, Carina Wey, Priska Bischof; Andrea Amstad, Andrea Aschwanden
Bemerkungen: VIPERS ohne Mirjam Schneeberger (Rücktritt), Nicole Schuler (rekonvaleszent)


Telegramm 2
VIPERS InnerSchwyz – UHC Wolhusen 9:9 (5:2)
2. Liga Kleinfeld, Gruppe 4 / 9. Runde vom 17.03.2019
Schulhaus Boden, Richterswil
Tore: 1. Kopp (A. Wey) 1:0. 5. UHC Wolhusen 1:1. 9. T. Gwerder (Amstad) 2:1. 10. A. Wey (Helfenstein) 3:1. 15. UHC Wolhusen 3:2. 17. Bischof 4:2. 19. Helfenstein (T. Gwerder) 5:2. 22. UHC Wolhusen 5:3. 28. A. Wey 6:3. 29. UHC Wolhusen 6:4. 30. UHC Wolhusen 6:5. 33. A. Wey (Helfenstein) 7:5. 34. Helfenstein 8:5. 35. UHC Wolhusen 8:6. 35. A. Wey 9:6. 37. UHC Wolhusen 9:7. 39. UHC Wolhusen 9:8. 40. UHC Wolhusen 9:9.
Strafen: VIPERS 1 Mal 2 Minuten / UHC Wolhusen keine Strafe
Aufstellung Vipers: Karin Appert (Barbara Inderbitzin); Maria Flühler, Corina Gwerder, Tamara Gwerder; Lana Kopp, Tanja Helfenstein, Adriana Wey; Nicole Bünter, Carina Wey, Priska Bischof; Andrea Amstad, Andrea Aschwanden
Bemerkungen: VIPERS ohne Mirjam Schneeberger (Rücktritt), Nicole Schuler (rekonvaleszent)