Eine Runde weiter

Barbara Inderbitzin Damen 1, Spielberichte

Als höherklassiges Team mussten die VIPERS die Reise in den Kanton Luzern antreten: Gegen den UHC Pinguin Schötz hatten sie ihren ersten Pflichtsieg ins Trockene zu bringen. Dieses gänzlich unbekannte Team, das ein grosses Kader auflaufen liess, stellte Lukas Abeggs und Daniel Andereggs Team auf die Probe.

Vorentscheidung im ersten Drittel

Den ersten, einzigen und letzten Rückstand handelten sich die InnerSchwyzerinnen in den ersten Spielminuten ein, weil sie nicht nah genug an den Gegnerinnen dran waren. Nach ein paar fehlgeschlagenen Anläufen in den ersten vier Minuten fanden sie die Zündung dann doch noch und verschafften sich schliesslich gar im Minutentakt einen komfortablen Vorsprung von acht Toren. In den ansehnlich gefüllten Zuschauerrängen kam der Atem zwei Mal ins Stocken: In der 15. Spielminute wurde den VIPERS ein Strafstoss zugesprochen, kurz darauf durfte sich das Heimteam am VIPERS-Goalie messen. Doch beide Chancen blieben ungenutzt oder wurden vereitelt.

Plätschernder Spielverlauf

Das Polster erwies sich im Mittel- und Schlussdrittel als beruhigend, denn obwohl die VIPERS den Ballbesitz für sich gepachtet hatten und die Zügel fast ausnahmslos selber in der Hand hielten, scheiterten sie entweder schon beim Passspiel, dann an der gegnerischen Torhüterin, die einen soliden Job machte, oder sie liessen den Ball an Pfosten und Latten vorbeizischen oder gar abprallen. Captain Corina Gwerder äusserte bereits vor dem Match ihre Bedenken, dass der Hallenboden ein punktgenaues Passspiel erfordere, weil der Ball häufig unkontrolliert und nicht selten holprig daherkomme. Unzählige Male „verspickte“ das Zuspiel – das trieb die VIPERS in den Wahnsinn und verlangsamte den Spielfluss zusehends. Nachdem das Mitteldrittel mit 2:2 erschreckend ausgeglichen zu Ende gegangen war, fanden die VIPERS auch im letzten Drittel der Partie kein gelingsicheres Rezept, um die Tormaschine wieder zum Laufen zu bringen. Ebendiese Tormaschine hatte in diesem Spiel mehrere Namen: Tamara Gwerder, Adriana Wey, Tanja Helfenstein und Lana Kopp liefen zur Höchstform auf und machten die Skorerpunkte quasi unter sich aus. Da war es umso erfreulicher, dass die Ältere der Wey-Schwestern, Carina, zwei Minuten vor Schluss ihren Namen auch noch auf der Liste der Treffsicheren verewigen lassen konnte.

Alles in allem hat Abeggs und Andereggs Truppe die Pflicht erfüllt und ist eine Runde weiter. Dass nach der Pflicht die Kür kommt, das weiss jedes Kind. Und es wird so sein, wie es auch schon andere Jahre gewesen war: Im kommenden 1/32-Final scharren die Red Devils March-Höfe-Altendorf wieder mit den Hufen. Dass die VIPERS ihre Giftzähne wetzen – das versteht sich aber von selbst! Wo, wann und wie – Infos folgen!


Telegramm

Vipers InnerSchwyz (2.Liga KF) – UHC Pinguin Schötz (3.Liga KF) 12:3 (8:1, 2:2, 2:0)
Ligacup Damen, 1/64-Final. 27.05.2019, 20.00 Uhr. 3fach Turnhalle Morgenweg, Schötz LU.
SR: Christian Häusler
Tore: 2. UHC Pinguin Schötz 0:1. 4. A. Wey (T. Gwerder) 1:1. 5. Helfenstein 2:1. 5. A. Wey (T. Gwerder) 3:1. 6. A. Wey 4:1. 7. A. Wey (T. Gwerder) 5:1. 14. T. Gwerder (A. Wey) 6:1. 14. Helfenstein (C. Wey) 7:1. 16. Helfenstein (Kopp) 8:1. 29. Helfenstein 9:1. 31. UHC Pinguin Schötz 9:2. 33. UHC Pinguin Schötz 9:3. 38. A. Wey (T. Gwerder) 10:3. 56. Helfenstein 11:3. 58. C. Wey (A. Wey) 12:3.
Strafen: Vipers keine Strafminuten / UHC Pinguin Schötz keine Strafminuten
Aufstellung Vipers:
Barbara Inderbitzin; Tamara Gwerder, Corina Gwerder, Adriana Wey; Carina Wey, Lana Kopp, Tanja Helfenstein; Laura Frisullo, Nicole Bünter, Andrea Amstad; Nicole Schuler, Shaienne Suter
Bemerkungen: Vipers ohne Karin Appert, Andrea Aschwanden (Pause), Maria Flühler (abwesend), Priska Bischof (Rücktritt)