Unglückliche Niederlage im ersten Saisonspiel

Stefan Fassbind Herren 2

Die zweite Mannschaft der Vipers verliert ihr erstes Spiel in der zweiten Liga gegen Mendrisiotto unglücklich mit 10:11. Der Umstand, dass sich im zweiten Drittel ein 5:2-Vorsprung in einen 5:8-Rückstand verwandelte, zeigt, dass die Niederlage durchaus verhinderbar gewesen wäre.

Nach dem ziemlich überraschenden Aufstieg in die zweite Liga war im Vipers-Lager natürlich eine gewisse Unsicherheit vorhanden, da man nicht genau wusste, wie viel höher das Niveau eine Liga höher genau sein wird.
Das frühe Gegentor in der zweiten Spielminute war für das Selbstbewusstsein der Vipers aber keineswegs schädlich und der Rückstand konnte relativ schnell in einen 2:1-Vorsprung verwandelt werden, welcher sich bis zum Ende des Drittels durch eine durchaus positive Leistung sogar auf 5:2 ausgebaut werden konnte. Dieses Startdrittel zeigte also, dass die Talkessler mit einer konzentrierten Leistung auch in der zweiten Liga durchaus mithalten können.

Katastrophales Mitteldrittel

Wer nun glaubte, dass es im zweiten Drittel im ähnlichen Stile weitergeht, irrte aber leider gewaltig. Denn leider klappte im Mitteldrittel scheinbar gar nichts mehr und der Gegner aus der Sonnenstube der Schweiz wurde teilweise regelrecht zum Toreschiessen eingeladen. Mendrisiotto und insbesondere die beiden ausländischen Verstärkungsspieler nahmen diese Einladungen dankend an und verwandelten die Hypothek aus dem Startdrittel innerhalb von lediglich 14 Minuten in eine komfortable 8:5-Führung.

Schlussspurt wird nicht belohnt

Im Schlussdrittel war somit wieder eine Leistung wie im ersten Drittel nötig, um die ersten Punkte in der zweiten Liga einzufahren. Der Start wollte den Vipers aber leider nicht wunschgemäss gelingen und Mendrisiotto konnte den Vorsprung bis zur 53. Spielminute gar auf 10:6 erhöhen. Mit dem Mute der Verzweiflung warfen die Talkessler nun alles nach vorne und konnten bis zwei Minuten vor der Schlusssirene tatsächlich auf 10:11 verkürzen. Insbesondere die offensive Lebensversicherung Kistler war in den Schlussminuten kaum mehr zu stoppen und erzielte innerhalb dieser kurzen Zeit sagenhafte vier Treffer. Und kurz vor Schluss bot sich den Vipers gar noch die goldene Chance zum Ausgleich, weil gleich zwei Tessiner in der Külbox Platz nehmen mussten. Nun setzte Spielertrainer Bünter natürlich alles auf eine Karte und ersetzte Torhüter Risi durch einen sechsten Feldspieler. Doch leider fruchtete diese Massnahme nicht und der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen.

Der Schuldige für diese Niederlage in dieser Partie ist relativ schnell gefunden. Wenn man das Mitteldrittel mit 0:6 verliert, muss sich nicht wundern, wenn man schlussendlich mit leeren Händen dasteht. Das sehr gute Startdrittel und die tolle Moral bei der Aufholjagd im Schlussdrittel sollte den Talkesslern aber definitiv Mut machen. Die Chance zum ersten Punktgewinn bietet sich den Vipers bereits am kommenden Sonntag beim Auswärtsspiel gegen die White Indians aus Baar.

Vipers InnerSchwyz – SU Mendrisiotto 10:11 (5:2/0:6/5:3)
2. Liga Grossfeld, Gruppe 3 / 2. Runde vom 22.09.2019
MZG Rothenthurm, 50 Zuschauer
SR: M. Rüst, D. Jakob
Tore: 2. Mendrisio 0:1, 4:07 Schilter (Bär) 1:1, Kopecky (Kistler) 2:1, 11. Mendrisio 2:2, 12. Kistler (Carletti) 3:2, 17. Carletti (Schuler) 4:2, 18. Schnüriger (Steiner) 5:2, 21. Mendrisio 5:3, 23. Mendrisio 5:4, 25. Mendrisio 5:5, 26. Mendrisio 5:6, 34:08 Mendrisio 5:7, 34:12 Mendrisio 5:8, 43. Mendrisio 5:9, 48. Schilter 6:9, 53. Mendrisio 6:10, 54.Kistler (Carletti) 7:10, 55. Kistler (Bünter) 8:10, 56. Mendrisio 8:11, 57. Kistler (Bünter) 9:11, 58. Kistler 10:11
Strafen: Vipers 6 x 2 Min. / Mendrisio 9 x 2 Min.
Aufstellung Vipers: Risi (Rai); Auf der Maur, Bär, Betschart, Bünter, Carletti, Gentile, Kistler, Kopecky, Laube, Lindauer, Rickenbacher, Schilter, Schnüriger, Schuler, Steiner, Vokinger, Zehnder, Zurfluh.
Bemerkungen: Vipers ohne Fernandes; Fassbind, Schlegel, Ziegler / 22:35 Penalty für Mendrisio