Endlich wieder ein Sieg fürs Zwei

Stefan Fassbind Herren 2

«Gut Ding will Weile haben», besagt ein altbekanntes Sprichwort. Mit 9 Niederlagen in Folge war das Ende der Fahnenstange nun aber definitiv erreicht und die Zeit reif, um endlich wieder einmal einen Sieg zu feiern. Den 10:8-Sieg gegen die Tabellenletzten Glattal Falcons mussten sich die Talkessler nach einem schwachen Mitteldrittel aber hart erkämpfen.

Die Bilanz seit dem letzten Aufeinandertreffen der beiden Tabellnschlusslichter (9:2-Sieg für die Vipers) sah für beide Teams alles andere als rosig aus. Beide Mannschaften verloren seit der besagten Partie sämtliche Spiele bei einem kummulierten Torverhältnis von 59:163. Es versteht sich somit von selbst, dass beide Mannschaften einen Erfolg bitter nötig hatten.

Die Talkessler starteten mit 2 Linien in die Partie und dominierten das Spielgeschehen bei Spielbeginn deutlich, das 1:0 durch Spielertrainer Rickenbacher war die logische Folge daraus. In der Folge fanden jedoch auch die Gäste aus dem Kanton Zürich besser in die Partie und konnten das Spiel nach einem Abpraller dann auch ausgleichen. Die Vipers hielten in Persona von Kistler und Rickenbacher (welche beide im Startdrittel bereits 3 Skorerpunkte verbuchen konnten) jedoch die passende Antwort bereit und zogen ihrerseits wieder auf 3:1 davon, bevor die Falcons kurz vor Drittelsende auf 2:3 verkürzen konnten.

Desolates Mitteldrittel

Nachdem die Vipers im 1. Drittel noch die deutlich bessere Mannschaft waren, änderte sich dieses Bild zu Beginn des Mitteldrittels leider komplett. Die Innerschwyzer verloren plötzlich fast jeden Zweikampf, wodurch sich die Gäste zunehmend Chancen erspielen konnten. Während die Torchancen zu Beginn des Drittels noch ungenutzt verstrichen, fand zwischen der 25. und der 37. Spielminute plötzlich fast jeder Ball den Weg ins Vipers-Gehäuse, wodurch die Talkessler in diesem desolaten Mitteldrittel plötzlich mit 4:7 im Hintertreffen waren. Immerhin konnte Steiner durch den Treffer zum 5:7 den Anschluss wieder einigermassen herstellen.

Wende im Schlussdrittel

Trotzdem war klar, dass im Schlussdrittel eine eindeutige Leistungssteigerung nötig war, um eine zweistellige Niederlagenserie zu verhindern. Und diese Steigerung gelang dann auch, die Talkessler waren im Schlussdrittel die deutlich bessere Mannschaft, konnten Tor um Tor erzielen und die Falcons damit vorentscheidend mit 10:7 distanzieren. Besonders erwähnenswert ist hierbei natürlich das Tor zum Stängeli von Ziegler. Wie sein Namensvetter Lawrence Ati Zigi vom FC St. Gallen zog der Vipers-Zigi ebenfalls einen erfolgreichen Nachmittag ein erzielte kaltblütig wie eh und je jenen Treffer, welchen ihn nun eine Runde Bier kosten wird. Der letzte Treffer der Falcons zum 8:10 war dann nur noch Resultatkosmetik.

Somit konnten die Vipers nach vielen Niederlagen endlich wieder einen Vollerfolg bejubeln und können von den Falcons in den verbleibenden beiden Saisonspielen nicht mehr eingeholt werden. Auch wenn die Leistung und insbesondere das Mitteldrittel alles andere als berauschend war, ist dieser Sieg natürlich Balsam für die Seele der Vipers.

Telegramm
Vipers InnerSchwyz – Glattal Falcons II 10:8 (3:2/2:5/5:1)
2. Liga Grossfeld, Gruppe 3 / 16. Runde vom 09.02.2020
MZG Rothenthurm, 20 Zuschauer
SR: J. Grimm, S. Berchtold
Tore: 4. Rickenbacher (Kistler) 1:0, 12. Glattal 1:1, 12. Kistler (Rickenbacher) 2:1, 18. Kistler (Rickenbacher / Ausschluss Vipers!) 3:1, 20. Glattal 3:2, 25. Glattal 3:3, 28. Glattal 3:4, 31. Rickenbacher 4:4, 34. Glattal 4:5, 36. Glattal 4:6. 37. Glattal 4:7, 38. Steiner (Kistler) 5:7, 41. Steiner (Kistler) 6:7, 47. Schilter (Ausschluss Glattal) 7:7, 49. Schilter 8:7, 50. Kistler (Rickenbacher) 9:7, 56. Ziegler (Schilter) 10:7, 59. Glattal 10:8
Strafen: Vipers 2 x 2 Min. / Glattal 1 x 2 Min.
Aufstellung Vipers: Risi, Fernandes; Auf der Maur, Bär, Betschart, Carletti, Fassbind, Kistler, Lindauer, Rickenbacher, Schilter, Schnüriger, Schuler, Steiner, Vokinger, Zehnder, Ziegler.
Bemerkungen: Vipers ohne Bünter, Gentile, Kopecky, Laube, Schlegel, Zurfluh; ab 36. Fernandes im Tor; 34. Timout Vipers; 49. Timeout Glattal