Vorsprung nicht über die Zeit gebracht

Stefan Fassbind Männer 2. Liga GF

Wie schon im letzten Spiel gegen Uri zeigten die VIPERS im Spiel gegen Uster 40 Minuten lang eine absolut gute Leistung. Leider liessen sie in den letzten 20 Minuten dann aber nach und verloren die Partie deshalb trotz zwischenzeitlicher Führung noch mit 4:7.

Dabei standen die Vorzeichen vor dem Spiel gar nicht mal so schlecht: In der letzten Runde bewiesen die Talkessler eine klare Aufwärtstendenz und zudem gelang Spielertrainer Rickenbacher mit dem Last-Minute-Zugang der VIPERS-Legende Saaaaaaaandyyyy Kryenbühl vom Herren 3 ein regelrechter Transfercoup. Dass er damit sogar den anderen Verstärkungsspieler Joe Bellmont ein klitzekleines bisschen in den Schatten stellen konnte, sagt genug über die Qualitäten des hochdekorierten Verteidigers aus.

Bei Spielbeginn war die Präsenz von Kryenbühl dann auch bereits gut spürbar, die Talkessler standen in der Defensive ziemlich solide und mussten dem Gegner nicht allzu viele Chancen zugestehen. Als die Vipers dann aber zum ersten Mal in Unterzahl agieren mussten, brannte es plötzlich lichterloh vor dem Gehäuse von Goalie Fernandes und Uster bewies, dass sie einige technisch starke Spieler besitzen. Das Resultat dieser individuellen Klasse: 1:0 durch einen Powerplaytreffer.

Starkes Mitteldrittel

Dennoch merkten die VIPERS im Startdrittel, dass in diesem Spiel durchaus etwas möglich ist. Und der Start ins Mitteldrittel gelang dann auch optimal: Czeko-Star Kopecky und Spielertrainer Rickenbacher drehten die Partie innerhalb von lediglich einer Minute zu Gunsten der Talkessler. Diesen Vorsprung verteidigte die Furja Roja in der Folge relativ geschickt und zudem konnten sie sich auch auf den starken Goalie Fernandes zwischen den Pfosten verlassen. Kurz vor Drittelsende konnte Uster dann nochmals im Powerplay agieren. Doch diesmal konnte Kistler im Boxplay mit seinem unnachahmlichen Speed entwischen und die Führung gar auf 3:1 erhöhen! Der Hacken an der ganzen Sache: Die Strafe gegen die VIPERS lief aber natürlich noch weiter und Uster konnte noch vor der zweiten Sirene auf 2:3 verkürzen.

Ein guter Start ins Schlussdrittel wäre nun also eminent wichtig gewesen, doch gleich zu Beginn des Schlussdrittels wurde ein Penalty gegen die VIPERS ausgesprochen, welcher dann auch zum Ausgleich führte. In der Folge verteidigten die Talkessler nicht mehr ganz so gut wie in den ersten 40 Minuten und leisteten sich am Ball zudem auch einige Unkonzentriertheiten, welche dann bis zur 51. Spielminute dann auch prompt zum 3:6 führten. Kistler konnte zwar kurz vor Spielende nochmals verkürzen, doch in der Schlussminute setzte Uster mit dem Treffer zum 7:4-Enstand einen Schlussstrich unter die Partie und die Talkessler wurden somit für eine lange Zeit tadellose Leistung nicht belohnt.

Vipers InnerSchwyz II – UHC Uster II 4:7 (0:1/3:1/1:5)
2. Liga Grossfeld, Gruppe 3 / 5. Runde vom 11.10.2020
Sporthalle Brunnen / 74 Zuschauer
SR: S. Berchtold / J. Grimm
Tore: 14. Uster (Ausschluss Vipers) 0:1, 23. Kopeckey (Ausschluss Uster) 1:1, 24. Rickenbacher (Kistler) 2:1, 39. Kistler (Ausschluss Vipers!) 3:1, 40. Uster (Ausschluss Vipers) 3:2, 42. Uster (Penalty) 3:3, 46. Uster 3:4, 48. Uster 3:5, 51. Uster (Ausschluss Vipers) 3:6, 59. Kistler (Rickenbacher) 4:6, 60. Uster 4:7
Strafen: Vipers 4 x 2 Min. / Uster 1 x 2 Min.
Aufstellung Vipers: Fernandes (Risi); Auf der Maur, Bär, Betschart, Fassbind, Kistler, Kopecky, Purtschert, Rickenbacher, Schnüriger, Schuler, Vokinger, Zurfluh, Bellmont, Kryenbühl, Leonardi.
Bemerkungen: Vipers ohne Müller, Laube, Ziegler / 42. Min Penalty für Uster