A-Juniorinnen: Gelungener Saisonstart

Endlich war es wieder so weit: Nach fast einem halben Jahr Pause und dem Gewinn des Vizeschweizermeistertitels durften die A-Juniorinnen wieder Meisterschaftsluft schnuppern. Die lange Wartezeit hatte ein Ende – die Turnhallenatmosphäre war zurück und die Vorfreude auf die neue Saison entsprechend gross. Auch im Trainerteam gab es auf diese Saison hin einige Veränderungen. Der letztjährige Headcoach Armin Sidler übernahm neu die B-Juniorinnen und nahm mit Mäsi Schuler auch seinen bisherigen Hilfstrainer mit. Die Hauptverantwortung für die A-Juniorinnen übernahm im Gegenzug Roger Gwerder. Mit Marco Schelbert, besser bekannt als «Häxer», konnte zudem ein erfahrener ehemaliger Goalie als Hilfstrainer gewonnen werden. Mit einem schlagkräftigen Kader und viel Motivation ist das Ziel klar: Auch in dieser Saison wollen die A-Juniorinnen wieder vorne mitspielen. Die erste Meisterschaftsrunde sollte dabei zeigen, wohin die Reise gehen kann.

Text: Flo Nideröst

Bild: Flo Nideröst

Bild: Flo Nideröst

Auftakt gegen Semsales

Im ersten Spiel wartete mit der welschen Equipe aus Semsales gleich ein nicht zu unterschätzender Gegner. Das Team spielte in der vergangenen Saison noch bei den B-Juniorinnen und konnte sich dort gleich für die Schweizermeisterschaft qualifizieren. Die Ausgangslage war somit klar: Dieses Spiel durfte keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Zudem mussten wir mit Amelie Ott, Nora Sidler und Tami Schrepfer gleich auf drei Leistungsträgerinnen verzichten.

Der Start verlief entsprechend etwas verhalten. Wenig Laufbereitschaft und einige Abstimmungsprobleme verhinderten zunächst, dass wir unser Spiel wie gewünscht aufziehen konnten. Dennoch gelang es uns, die Partie unter Kontrolle zu halten und mit einer 3:1-Führung in die Pause zu gehen.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich ein anderes Bild. Wir nahmen das Spiel resolut in die Hand und erhöhten das Tempo. Mit schnelleren Kombinationen und besseren Laufwegen entstanden immer wieder gefährliche Situationen. Auch im Box- und Powerplay konnten wir überzeugen und unsere Chancen konsequent nutzen. So wurde aus einer zunächst ausgeglichenen Partie schliesslich ein klarer 7:1-Erfolg. Aufgrund der deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit war der Sieg am Ende verdient.

Torfestival gegen Floorball Albis

Im zweiten Spiel des Tages kehrten Amelie Ott und Nora Sidler ins Team zurück. Mit nun zehn Feldspielerinnen wollten wir gegen die dezimierte Mannschaft von Floorball Albis von Beginn weg für klare Verhältnisse sorgen. Die Zürcherinnen traten mit lediglich vier Feldspielerinnen an.
Nach einer kurzen Abtastphase eröffneten wir den Torreigen. Mit konsequentem Vorchecking und hohem Pressing liessen wir Floorball Albis kaum Luft und schnürten die Gegnerinnen über weite Strecken in ihrer eigenen Platzhälfte ein. Immer wieder konnten wir Ballgewinne erzwingen und daraus gefährliche Torchancen kreieren.
Einige der Treffer waren schön herausgespielt und zeigten, dass die Laufwege und Kombinationen bereits gut funktionierten. Trotz der deutlichen Führung liessen wir nicht nach und spielten bis zum Schlusspfiff mit viel Einsatz weiter. Am Ende stand ein eindrücklicher 29:5-Sieg auf der Anzeigetafel.

Besonders erfreulich: Jede Spielerin konnte sich mindestens einmal in die Torschützenliste eintragen. Für einen war dieser Match allerdings besonders schweisstreibend: «Häxer» durfte während der gesamten Partie fleissig die Statistik führen – bei 34 Toren wahrlich keine kleine Aufgabe.

Zusammengefasst dürfen wir auf eine äusserst gelungene erste Meisterschaftsrunde zurückblicken. Mit zwei Siegen und einem Torverhältnis von 36:6 übernehmen wir gleichzeitig die Tabellenspitze.

Vieles hat bereits sehr gut funktioniert und macht Lust auf mehr. Gleichzeitig gibt es natürlich noch einige Bereiche, in denen wir uns weiterentwickeln müssen. Die Saison ist noch lang – und die nächsten Herausforderungen werden zeigen, wie weit wir tatsächlich sind.

Die nächste Meisterschaftsrunde findet am 25. Oktober im Welschland in Le Crêt statt. Bis dahin heisst es: weiterarbeiten, weiterentwickeln und den gelungenen Saisonstart bestätigen.

Es spielten:
Malin Suter, Torhüter (0/1), Nora Sidler (2/3), Lynn Nideröst (4/2), Amelie Ott (3/1), Julia Schuler (3/6), Marina Fassbind (5/2), Carolina Dahinden (2/1), Michelle von Rickenbach (2/4), Valeria Ott (1/0), Andrea Limacher (3/12), Julia Betschart (11/3)

 

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