Nach zwei Niederlagen und einem Unentschieden verloren die VIPERS Damen zu Jahresbeginn die Tabellenspitze. Doch das Team reagierte eindrucksvoll, fand zu seiner Stärke zurück und setzte mit klaren Siegen ein starkes Zeichen vor der entscheidenden Schlussrunde.
Text: Andreas Schuler

Die VIPERS Damen starteten mit einer Niederlage gegen die UHC Tigers H.-T. II. ins neue Jahr. Bereits im letzten Spiel des alten Jahres hatte das Team gegen UHC JW Sursee 86 verloren. Zwei Niederlagen in Folge, ein ungewohntes Gefühl nach einer Vorrunde ohne eine einzige Niederlage.
Zusätzlich resultierte ein Unentschieden gegen ESV Eschenbach. Die Punktverluste führten dazu, dass der erste Tabellenrang abgegeben werden musste. Der Jahresauftakt war somit alles andere als optimal.
Das Team musste auf mehrere erfahrenen Spielerinnen verzichten. Zudem war die Vorbereitung stark taktisch geprägt. Der Fokus lag zu sehr auf der Anpassung an die Gegnerinnen, anstatt das eigene, bewährte Spiel konsequent durchzuziehen.
Die Coaches reagierten jedoch umgehend. Trainingsinhalte wurden angepasst, Abläufe vereinfacht und das Vertrauen ins eigene Spiel gezielt gestärkt. An der Heimrunde vom 1. Februar folgte die direkte Antwort mit zwei klaren Siegen – ein wichtiges Zeichen für die Moral und die Qualität des Teams.
Am 22. Februar stand die dritte Runde des neuen Jahres an. Im ersten Spiel trafen die VIPERS auf Unihockey TV Grosswangen, bereits in der Vorrunde eine knappe Angelegenheit.
Die VIPERS starteten stark und erspielten sich eine frühe 3:1-Führung, die bis zur Pause Bestand hatte. Doch Grosswangen zeigte sich effizient und nutzte individuelle Fehler konsequent aus. Der Headcoach hatte die Linien neu zusammengestellt, um mehr Flexibilität ins Spiel zu bringen, mit offensivem Erfolg: Die VIPERS erzielten zahlreiche Treffer.
Defensiv schlichen sich jedoch zu viele Eigenfehler ein, und zwischenzeitlich gerieten die VIPERS sogar in Rückstand. Mit viel Kampfgeist gelang immerhin noch der 7:7-Ausgleich. Ein gewonnener Punkt – auch wenn angesichts des Spielverlaufs durchaus mehr möglich gewesen wäre.
Im zweiten Spiel des Tages wartete STV Kappel. Bereits in der Vorrunde war dieses Duell hart umkämpft gewesen.
Dieses Mal präsentierten sich die VIPERS Damen jedoch deutlich effizienter. Besonders erfreulich: Ein Trio der A-Juniorinnen, das bereits in der eigenen Liga überzeugt hatte, spielte gross auf. Der Bann brach früh, und die junge Linie wirbelte mit schnellem, direktem Kombinationsspiel die Defensive von Kappel durcheinander.
Auch die neu formierten Stamm-Linien überzeugten. Eine Spielerin ragte dabei besonders heraus: Jasmin Reichlin. Mit grossem Kämpferherz und viel Spielintelligenz erzielte sie zahlreiche Treffer, wurde zweimal zur Bestplayerin gewählt und profitierte sichtbar vom neuen Line-Up.
Das Resultat war ein beeindruckender 13:2-Sieg, ein echtes Ausrufezeichen in einer ohnehin starken Saison.
Vor der Schlussrunde stehen noch zwei entscheidende Spiele an. Da UHC JW Sursee 86 sowie ein weiteres Spitzenteam voraussichtlich auf die Aufstiegsspiele verzichten, ist die Qualifikation für die VIPERS zum Greifen nah.
Aktuell belegen sie, was die Aufstiegsberechtigung betrifft, den ersten Rang. Voraussetzung ist jedoch mindestens ein Sieg in der letzten Runde am 15. März in Eschenbach. Andernfalls könnte STV Murgenthal noch vorbeiziehen.
Der erste Tabellenrang ist zwar nicht mehr erreichbar, da Sursee seither alle Spiele gewinnen konnte. Dennoch dürfen die VIPERS Damen stolz auf ihre Leistung sein: Nur noch fünf Tore fehlen zur 100-Tore-Marke. Ein eindrücklicher Beweis für die Offensivkraft und die konstante Arbeit des gesamten Teams.
Die Ausgangslage ist klar, jetzt gilt es, die starke Reaktion der letzten Spiele in der finalen Runde zu bestätigen.
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