Herren 1: Knock-Out wenige Sekunden vor Schluss

Nach zwei Akten stand es im Duell gegen Floorball Uri Unentschieden. Die VIPERS konnten im Schlussakt zwischenzeitlich das Momentum zurückgewinnen und drückten auf einen Vollerfolg, ehe die Urner 18 Sekunden vor Schluss den Siegtreffer realisieren.

Text: Stephan Uhr

Bild: Michael Graf

Bild: Michael Graf

Nach den verdientermassen erkämpften zwei Punkten vom letzten Wochenende wollten die Innerschwyzer im Axenderby gegen Uri weitere Punkte zurück in den Talkessel entführen. Die beiden Kontrahenten, direkte Tabellennachbarn, lagen vor dem Spiel punktemässig im Gleichschritt. Die Defensivarbeit vergleichbar, die Offensive mit Vorteil Uri.

Angriff ist die beste Verteidigung

Im Wissen um die starke Offensive der Urner standen die VIPERS von Beginn weg kompakt und nutzten ihrerseits clevere Laufwege. Während es die Heimmannschaft mit der Auslösung von hinten versuchte, brachten die Schwyzer die Stiere immer wieder mit ihren schnellen Kontern in Verlegenheit. In der 7. Spielminute konnte Lukas Ott nur regelwidrig gestoppt werden, was zur ersten Strafe führte. Die Talkessler liessen sich nicht zweimal bitten: nach einem Pass durch die Box von Leon Graf vollendete Silvan Heinzer zur 1:0-Führung. Seitens der Gastgeber kam es erst in der 12. Minute zur ersten Grosschance, Sven Furger blieb aber Herr der Lage. Während man in der 14. Minute noch an der Latte scheiterte, vollendete zwei Umdrehungen später Luca Lottenbach den nächsten Konter. In der Folge verpassten die Urner Geschosse das Gehäuse der VIPERS und die Mannen von Coach Pascal Koller nahmen die Zweitore- Führung mit in die Pause.  

Kaum Spielanteile im Mitteldrittel

Die Urner kamen energisch aus der Kabine und erhöhten die Pace. Während die Innerschwyzer kaum einen Ball sahen, schlichen sich zusätzlich Ungenauigkeiten ein. Aber mit dem nötigen Wettkampfglück konnte man Unheil über lange Zeit fernhalten. Just als man ab Spielhälfte wieder besser in die Partie fand, musste man sich vier Minuten in Unterzahl wehren. Die Talkessler konnten die Box kompakt halten und blockten Schüsse effektiv. Doch kurz vor Ablauf der Strafe fand der Ball den Weg zwischen Freund und Feind erstmals in das Tor der Gäste. Nach einem Ballverlust in der eigenen Hälfte musste man das zweite Gegentor hinnehmen und so startete man mit ausgeglichenem Spielstand in den Schlussabschnitt.

Momentum vor Schluss übernommen, Knock- Out kurz vor Schluss

Die VIPERS InnerSchwyz fassten grösseren Mut, agierten wieder mehr, nutzten aber ihre wenigen Möglichkeiten nicht. Dank einer Einzelleistung von Uris Scharfschützen Panuska konnte der Gastgeber das Spiel erstmals drehen. Im Anschluss mussten sich die Schwyzer wiederum vier Minuten in Unterzahl wehren: Die Urner sündigten aber ihrerseits im Abschluss und die Talkessler kamen mit neuer Energie zurück in das Spiel. Nach einem Ballgewinn in der neutralen Zone vollendete Kevin Lottenbach zum 3:3. Ab sofort kippte das viel angesprochene Momentum auf die Seiten der Schwyzer. Zusätzlich dürften sie sich in Überzahl beweisen, liessen die Chance auf die erneute Führung aber zerrinnen. Nichtsdestotrotz drückten die VIPERS vehement auf den nächsten Treffer. Die Verlängerung stand kurz bevor, ehe erneut Panuska auf Seiten der Urner entwischte: Humorlos knallte er das Spielgerät in die hohe Ecke, Chancenlos für Furger. Die Innerschwyzer standen 18 Sekunden plötzlich matt. Das darauffolgende Time- Out und die Restzeit war zu knapp um nochmals reagieren zu können. 

Nachdem man sich in der zweiten Pause gefangen hatte, sah es über lange Zeit so aus, dass man auch Punkte oder sogar einen Sieg im Axenderby einfahren kann und dann der Knock-Out kurz vor Schluss. Frust pur, und doch ein weiterer Beweis, dass sich der Aufsteiger VIPERS InnerSchwyz vor keiner Mannschaft in der ersten Liga verstecken muss. Die nächste Möglichkeit auf Punkte ergeben sich am kommenden Samstag gegen die White Indians Baar: Der Mitaufsteiger startete bisher durch und lässt sich in der Allmig als Tabellenführer begrüssen.

Floorball Uri - VIPERS InnerSchwyz 4:3 (0:2, 2:0, 2:1)
EnergieUri Arena, Amsteg, Schiedsrichter: L. Sadikovic, N. Odermatt

Tore: 06:11 S. Heinzer (L. Graf) 0:1, 15:44 L. Lottenbach (S. Heinzer) 0:2, 36:30 A. Diener (J. Bissig) 1:2, 38:26 V. Panuska 2:2, 45:26 V. Panuska (A. Diener) 3:2, 53:41 K. Lottenbach 3:3, 59:42 V. Panuska 4:3
Strafen: 2x 2 Min. gegen Floorball Uri, 2x 2+2 Min. gegen VIPERS InnerSchwyz

VIPERS InnerSchwyz: S. Furger, B. Fischer; D. Lüönd, S. Föhn, L. Graf, S. Heinzer, L. Lottenbach; K. Lottenbach, D. Furrer, P. Holdener, C. Heinzer, E. Prause; P. Bitterli, R. Schuler, N. Küttel, L. Ott, N. Lüönd; L. Weiss

EI VEREIN - EI LIEBI - EI EINHEIT

© 2024 VIPERS InnerSchwyz|Authentiq