Das Fanionteam der VIPERS setzt im ersten Spiel der Auf- Abstiegsrunde gegen Einhorn Hünenberg ein klares Statement und gewinnt das Heimspiel gleich mit 10:2. Ausschlaggeben für den Sieg waren vor allem die Special Teams mit je zwei Toren in Überzahl und Unterzahl.
Text: Stefan Fassbind
Bild: Andy Scherrer
Vor dem ersten Spiel der Serie gegen Hünenberg war alles angerichtet: Die VIPERS stiegen nach einer bisher sehr erfolgreichen Saison mit breiter Brust in die Partie und zudem war die Halle trotz verlängertem Osterwochenende und schönstem Frühlingswetter mit über 400 Zuschauern bestens gefüllt. Headcoach Koller brauchte seine Akteure vor diesem Spiel also bestimmt nicht künstlich zu motivieren und die Talkessler bestimmten die ersten fünf Spielminuten dann auch klar, blieben im Abschluss aber meistens an einem gegnerischen Block oder in der 3. Spielminuten am Pfosten hängen. Ab der sechsten Spielminute konnten sich dann aber plötzlich die Gäste aus Hünenberg vermehrt im Angriff festsetzen und sich einige gefährliche Abschlüsse erspielen. Aber auch die VIPERS überstanden diese Momente unbeschadet und konnten sich in dieser Phase auf ihren sicheren Rückhalt Furger im Tor verlassen. In der Folge beruhigte sich das Spiel ein wenig, bis Hünenberg zum ersten Mal in Überzahl agieren konnte. Die Talkessler zeigten aber ein sehr aggressives Unterzahlspiel und verzeichneten auch mit einem Mann weniger viel Ballbesitz. Kurz vor Ablauf der Strafe starteten sie dann einen vielversprechenden Konterangriff, welcher von Graf souverän zur 1:0 Drittelsführung abgeschlossen wurde.
Zu Beginn des Mitteldrittels bot sich dann auch den VIPERS zum ersten Mal die Gelegenheit, in Überzahl zu agieren. Und als nach der ersten Hälfte der Strafe auch noch ein zweiter Hünenberger auf die Strafbank geschickt wurde, konnten sie in der Folge sogar in Doppelter Überzahl aufspielen. Diese goldene Möglichkeit liess sich Routinier Smida nicht entgehen und erhöhte die Führung der VIPERS lediglich sechs Sekunden später auf 2:0. Weil die doppelte Überzahl so schnell ausgenützt wurde, konnten die Talkessler in der Folge weiterhin in Überzahl spielen und wiederum dauerte es nur wenige Sekunden, bis Topscorer Silvan Heinzer darauf Profit schlagen und die Talkessler mit 3:0 in Front schiessen konnte. Allgemein wurden im Mitteldrittel sehr viele Strafen ausgesprochen, wodurch der Spielfluss etwas verloren ging. Umso wichtiger wurde in dieser Phase das Über- und Unterzahlspiel und in dieser Sparte waren die Mannen von Trainer Koller ihrem Gegner in dieser Phase deutlich überlegen. Zwar nutzten die Hünenberger ihre zweite Überzahlmöglichkeit zum Anschlusstreffer aus, bei ihrer nächsten Überzahlgelegenheit wurden sie von Verteidiger Furrer mit einem fantastischen Sololauf aber wie Slalomstangen ausgetanzt und in Überzahl zum zweiten Mal mit einem Gegentreffer zum 4:1 bestraft.
Die Vorteile lagen im Schlussdrittel somit klar auf Seiten der VIPERS, welche die Partie nun möglichst schnell entscheiden wollten. Dies gelang durch zwei weitere Treffer von Luca Lottenbach und Cedric Heinzer zum 6:1 auch vermeintlich, aber Hünenberg schaffte nur wenige Minuten später den Anschlusstreffer zum 2:6. Das abgebrühte Heimteam liess sich von diesem Gegentreffer aber nicht im Geringsten aus der Ruhe bringen und beantwortete diesen Gegentreffer postwendend mit dem 7:2 von Bürgi, womit die Messe in diesem Spiel gelesen war. Hünenberg ersetzte in der Folge ihren Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler, doch auch dieses Unterfangen war nicht von Erfolg gekrönt und die VIPERS komplettierten durch einen Treffer ins verwaiste Gehäuse und zwei zusätzliche Treffer kurz vor Schluss sogar noch das «Stängeli».
Auch wenn das Resultat schlussendlich etwas gar hoch war, setzten sich die Talkessler in diesem Spiel völlig verdient durch. Somit benötigt die Mannschaft nun noch zwei Siege, um den Wiederaufstieg in die erste Liga zu realisieren.
VIPERS InnerSchwyz – Einhorn Hünenberg 10:2 (1:0, 3:1, 6:1)
Sportzentrum Allmig, Oberarth. 407 Zuschauer. SR Laitinen/Laitinen
Tore: 15. L. Graf (N. Kälin) 1:0, 27. M. Smida (D. Furrer) 2:0, 27. S. Heinzer (M. Smida) 3:0, 30. D. Gwerder (A. Furger) 3:1, 37. D. Furrer (N. Kälin) 4:1, 46. L. Lottenbach (L. Graf) 5:1, 48. C. Heinzer (P. Holdener) 6:1, 50. D. Gwerder (A. Furger) 6:2, 51. N. Bürgi 7:2, 57. S. Heinzer (S. Föhn) 8:2, 57. K. Lottenbach (N. Kälin) 9:2, 60. C. Heinzer (K. Lottenbach) 10:2
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die VIPERS, 6mal 2 Minuten gegen Einhorn Hünenberg
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