Das Fanionteam der VIPERS gewinnt das zweitletzte Spiel der Qualifikation auswärts gegen Uster mit 5:4 nach Verlängerung. Nach dem ersten Drittel sah es noch nach einem klaren Sieg für die VIPERS aus, bevor die Talkessler den Gegner zurückkehren liessen.
Text: Stefan Fassbind
Bild: Andy Scherrer

Durch den Sieg am letzten Wochenende war den VIPERS ein Platz in den Playoffs, zu welchen nur die beiden besten Teams der Qualifikation antreten dürfen, auch rechnerisch bereits nicht mehr zu nehmen. Trotzdem wollten Coach Koller und seine Mannen aber weiter siegen, um mit breiter Brust und viel Selbstvertrauen in die Playoffs zu starten.
Bei Spielbeginn tasteten sich zuerst beide Mannschaften etwas ab, um die nötige Sicherheit im Spiel zu gewinnen. Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Talkessler aber immer mehr das Spieldiktat und wurden dafür mit dem 1:0 von Graf belohnt. Der eigentliche Stürmer, welcher aufgrund der Personalnot in der Defensive als Verteidiger eingesetzt wurde, wurde nicht konsequent angegriffen und nutzte die Freiräume mit einem Sololauf. Und die Talkessler doppelten nur eine knappe Minute später sogar nach, mit Torschütze Föhn schaltete sich ein weiterer Verteidiger erfolgreich in die Offensive ein. Nun waren die favorisierten VIPERS richtig im Flow und erhöhten die Führung durch Luca Lottenbach und Cedric Heinzer, welche die Fehler von Uster in der Angriffsauslösung jeweils kaltblütig ausnutzten, bis zur ersten Drittels Pause auf ein komfortables 4:0 aus. Diese Führung war zweifelslos verdient, auch wenn das Resultat sicher etwas hoch war.
Im Mitteldrittel agierten die Spieler von Trainer Koller aber nicht mehr so konsequent und mussten Uster immer mehr Spielanteile zugestehen. Somit war es nicht verwunderlich, dass sich der Gegner immer mehr Torchancen herausspielen konnten. Goalie Zbinden, welcher den abwesenden Stammtorhüter Furger vertrat, hielt seinen Kasten zwar lange sauber, musste sich kurz vor Spielmitte durch einen präzisen Distanzschuss aber auch das erste Mal bezwingen lassen. Weitere Gegentreffer konnten bis zur nächsten Drittels Pause zwar verhindert werden, die Leistung im Mitteldrittel war aber klar ungenügend und die VIPERS mussten froh sein, mit einer Dreitoreführung ins Schlussdrittel zu gehen.
Im Schlussdrittel war nun aber wieder eine Leistungssteigerung gefordert, um den Sieg ins Trockene zu bringen. Doch diese Leistungssteigerung blieb zu Beginn des letzten Drittels aus und Uster schaffte durch einen Doppelpack innerhalb von 12 Sekunden zum 3:4 definitiv wieder den Anschluss. Nun lag das Momentum klar auf Seiten von Uster und die VIPERS agierten immer hektischer. Mit vereinten Kräften konnten die Talkessler die Führung aber lange Zeit behaupten. Bei einem Freistoss 34 Sekunden vor dem Ende der Partie stimmte die Zuordnung in der Defensive aber überhaupt nicht, was dann auch prompt mit dem Ausgleich bestraft wurde. Der Sieger musste somit in der Verlängerung erkoren werden, in welcher Jonas Schuler in seinem ersten Spiel nach langer Verletzungspause den Ball eroberte und das Spielgerät zum vielumjubelten Sieg der VIPERS in die Maschen hämmerte.
UHC Uster II - VIPERS InnerSchwyz 4:5 n.V. (0:4, 1:0, 3:0, 0:1)
Buchholz, Uster. 73 Zuschauer. SR Blatter/Bärlocher.
Tore: 11. L. Graf 0:1. 12. S. Föhn (S. Heinzer) 0:2. 16. L. Lottenbach 0:3. 19. C. Heinzer (T. Grünenfelder) 0:4. 29. E. Marti (N. Meier) 1:4. 45. S. Attiger (F. Schmid) 2:4. 45. M. Zürcher (M. Strumpf) 3:4. 60. F. Meier (S. Wälty) 4:4. 68. J. Schuler 4:5.
Strafen: keine Strafen gegen Uster, 3mal 2 Minuten gegen die VIPERS
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